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Die Jugend in der Stadt sichtbar machen

Die Stimme der Jungen sein: Mühldorfer Jugendparlament formuliert erste Ziele

Die etwas andere Stadtregierung: Emilia Schörghuber und Florian Bartsch mit Bürgermeister Michael Hetzl (mitte) im Sitzungssaal des Rathauses.
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Die etwas andere Stadtregierung: Emilia Schörghuber und Florian Bartsch mit Bürgermeister Michael Hetzl (mitte) im Sitzungssaal des Rathauses.

Sie wollen die Themen der jungen Leute sichtbar machen: die Jugendparlamentarier aus Mühldorf. Das neue Gremium hat jetzt viermal getagt und erste Ziele formuliert.

Mühldorf – Vor einem Jahr begann der Aufbau eines Jugendparlaments in Mühldorf, im Januar wurde das Gremium gewählt. Vorsitzende sind Emilia Schörghuber und Florian Bartsch, die bisherige Arbeit zeigt eine erste Richtung, in die die Jugendlichen gehen wollen.

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In der ersten von bislang vier Sitzungen seien auch Bürgermeister Michael Hetzl (UM) und Jugendreferent Gottfried Kirmeier (SPD) anwesend gewesen, erzählen die Vorsitzenden. „Es ist erst einmal um die allgemeine Struktur und Organisatorisches gegangen. Wir haben verschiedene Arbeitsgemeinschaften zu den Themen, die uns wichtig sind, gegründet.“

Themen Umwelt und Freizeit

Die sind in Mühldorf aus Sicht der Jugendlichen die Themen Umwelt, Kultur Sport und Freizeit entstanden. „Die AGs treffen sich jetzt immer wieder und erarbeiten konkrete Vorschläge. Diese stellen sie dann in den Sitzungen des Jugendparlaments vor“, sagt Schörghuber. „Das Jugendparlament stimmt über die Vorschläge ab und die besten werden dann weiter ausgearbeitet.“

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Mit einem solchen Vorschlag können sich die Vertreter des Jugendparlaments dann an den Stadtrat wenden, der sich mit dem Thema befassen und darüber abstimmen kann.

„Bei der nächsten Sitzung wollen wir uns auf einen konkreten Vorschlag einigen, den wir dann genauer ausarbeiten“, sagt Bartsch. „Damit der Stadtrat möglichst bald von uns hört! Denn eigenständige Entscheidungen kann das Jugendparlament nicht treffen, es ist immer auf die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat angewiesen.

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Wichtig ist den beiden Vorsitzenden, dass die Arbeit des Jugendparlaments hat nichts mit Parteien zu tun hat. Es gehe darum, den Mühldorfer Jugendlichen eine Stimme zu geben und die Möglichkeit, etwas zu bewegen. „Wir sind das Sprachrohr der Jugendlichen. Auch junge Leute, die nicht im Jugendparlament sind, können sich mit ihren Anregungen und Ideen an uns wenden“, betont Schörghuber. „Egal, ob die Idee schon ganz ausgereift ist oder nicht, es dürfen sich alle an uns wenden.“ Dazu gibt es einen Instagram-Account und eine E-Mail-Adresse, über die die Vorsitzenden erreichbar sind.

Vorsitz wechselt nach einem Jahr

Grundsätzlich sind die beiden Vorsitzenden mit dem Leben in der Stadt zufrieden. „Hier in Mühldorf gefällt es mir schon richtig gut. Es gibt aber auch immer etwas, was man verbessern kann“, sagt Schörghuber. „Ich möchte etwas bewegen und mich nicht nur beschweren

Interesse bei Jugendlichen für die Stadt wecken

Deshalb habe ich mich aufstellen lassen“, sagt die 21-jährige Schörghuber. Bei ihrem Co-Vorsitzenden Bartsch (22) steckt eine ähnliche Motivation hinter der Kandidatur: „Ich bin immer schon politisch interessiert und weiß, welche Probleme es hier gibt.“ So habe er einfach mal kandidiert – und sei prompt zum Vorsitzenden gewählt worden. „Besonders wichtig ist mir auch, dass bei den Jugendlichen das Interesse für das, was politisch hier in Mühldorf eigentlich so los ist, geweckt wird.“

15 Mitglieder von 15 bis 23 Jahren

15 Mitglieder zwischen 15 und 23 Jahren zählt das Jugendparlament. „Die Legislaturperiode beträgt zwei Jahre, wobei wir nach einem Jahr die Ämter tauschen“, erklärt Bartsch. Dann werde er erster Vorsitzender und Emilia zweite.

Jugendlichen demokratisches Denken näherbringen

Der Stadtrat hat die Aufgaben des Jugendparlaments im Juli 2020 festgelegt und die Einführung beschlossen. Bürgermeister Michael Hetzl (UM) betont, Ziel sei es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance zu geben, demokratisches Denken und Handeln zu erlernen und zu erleben. „Das Gremium soll dabei die Jugend in der Kreisstadt Mühldorf befähigen, sich gegenüber Stadtrat und Verwaltung bei Angelegenheiten und Themen der Jugend Gehör zu verschaffen“, betont der Bürgermeister. Das Parlament solle auch die Gelegenheit bieten, demokratische Lernprozesse einzuüben und zur gesellschaftlichen Mitarbeit führen. Es ist das erste Jugendparlament in der Stadt.

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