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Demo im Vorfeld von AfD-Veranstaltung

„Mühldorf ist bunt“: Mehrere Parteien bei Kundgebung gegen Hass und Hetze

Rund 60 Personen kamen zur Kundgebung auf dem Mühldorfer Stadtplatz. Bundestagskandidaten mehrerer Parteien sprachen sich für eine weltoffene Gesellschaft aus.
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Rund 60 Personen kamen zur Kundgebung auf dem Mühldorfer Stadtplatz. Bundestagskandidaten mehrerer Parteien sprachen sich für eine weltoffene Gesellschaft aus.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Für Zusammenhalt, Demokratie und Menschlichkeit warben Vertreter von SPD, ÖDP, Grünen und von „Die Linke“ in Mühldorf. Die Polizei war aufmerksamer Beobachter, da nur wenig später eine AfD-Veranstaltung im „Palermo“ stattfand. Einige Demonstranten machten sich dann tatsächlich auf den Weg dorthin.

Mühldorf – Zu der Kundgebung vor der Frauenkirche, bei der für mehr Toleranz und Vielfalt in der Gesellschaft geworben wurde, hatte der Verein „Mühldorf ist bunt“ unter der Federführung von Harthmut Lang eingeladen.

Für Toleranz, Respekt und Nächstenliebe

„Das ist eine ganz wichtige Sache!“, erklärte Mühldorfs Kulturreferentin Claudia Hungerhuber (SPD) im Gespräch. Auf ihrem mitgebrachten Karton, den sie selbst beschriftet hatte, war zu lesen: „Hass ist keine Alternative“. Ein Seitenhieb auf die am späteren Abend stattfindende Wahlkundgebung der „Alternative für Deutschland“ (AfD).

Auch ökologische Botschaften transportiert

Auch viele andere Teilnehmer der Kundgebung hatten Transparente, Fahnen und Plakate mitgebracht. Während auf einigen ökologische Botschaften, wie „Grünkohl statt Braunkohle“ zu lesen war, oder „Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet Ihr sie längst gerettet!“, war auch die Forderung nach mehr Toleranz, Nächstenliebe und Respekt gegenüber allen Mitmenschen zu lesen.

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Aufforderung zur Stimmangabe bei der Bundestagswahl

„In der Demokratie ist es so wichtig, dass jeder seiner Stimme Gehör verschafft und wählt“, betonte die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht in ihrer Ansprache. Weitere Reden kamen von Kreis- und Gemeinderat Reinhard Retzer (ÖDP), vom Bundestagskandidaten Christoph Arz (Grüne) und dem Vorsitzenden der Kreisgruppe von „Die Linke“, Claus Debnar.

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Retzer warb für die freie Meinungsäußerung und für den Disput

Retzer warb für die freie Meinungsäußerung und für den Disput. „Aber dieser normale, zivilisierte Umgang wird gerade von einer zunehmenden Zahl von Nutzern der sogenannten ‚Sozialen Medien‘ verlassen, unter anderem auch von einer Partei, die groß mit dem Wort ,Normal‘ wirbt!“

Linken-Kreisrat fokussiert Grundwerte

Debnar legte den Fokus auf die Grundwerte: „Wenn Gleichwertigkeit von Ethnie oder Geschlecht abhängig gemacht werden soll, sind wir alle aufgefordert, laut ,Nein‘ zu sagen, denn alle Menschen sind gleich viel wert!“ Von den Grünen hieß es: „Mühldorf ist bunt – das haben wir heute auf dem Stadtplatz eindrucksvoll bewiesen. Ein Bündnis über Parteigrenzen hinweg mit starken Reden für Demokratie, Zusammenhalt und Menschlichkeit, gegen Spaltung und Hetze!“

Alle sprechen sich für weltoffene Gesellschaft aus

Alle Redner sprachen sich für eine weltoffene Gesellschaft aus, in der Integration von allen Bürgern gelebt werden sollte. „Wir setzen uns für eine enkeltaugliche Zukunft ein, da gehört Toleranz einfach dazu“, erklärte der Bundestagskandidat der ÖDP, Bernhard Suttner, im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen.

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Polizei als Puffer zwischen Demonstranten und AfD-Veranstaltung

Um Konfrontationen von Teilnehmern der Kundgebung mit Interessenten der Veranstaltung der AfD im Gasthaus Palermo zu verhindern, war die Polizei mit mehreren Dutzend Kräften im Einsatz. „Wir haben keine konkreten Hinweise auf eine Gewalteskalation. Unser Einsatz dient aber der Prävention“, erklärte Mühldorfs Polizeichef Dieter Hausberger.

Auch Antifa-Fahnen auf der Kundgebung

Tatsächlich zogen Teilnehmer der Kundgebung, die mit „Antifa“-Fahnen aufgefallen waren, auf dem Stadtplatz nach dem Ende der Veranstaltung in Richtung des Altöttinger Tores, doch die Polizei hatte die Situation jederzeit unter Kontrolle.

Mit Absperrungen sorgten sie für einen ausreichenden Abstand zum Saal des Palermo, in dem der Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete der AfD, Jörg Meuthen, hinter verhängten Fenstern zu rund 70 Interessenten der Partei des rechten politischen Spektrums sprach.

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