Nach dem Wechsel in die Staatskanzlei

Huber: "Mir geht es nicht um die Karriere"

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Staatsminister Dr. Marcel Huber, hier am Abend der Landtagswahl im Mühldorfer Landratsamt
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München/Mühldorf - Seit knapp zwei Wochen leitet Dr. Marcel Huber nun zum zweiten Mal die Bayerische Staatskanzlei. Wie möchte Huber in Zukunft für seinen Stimmkreis da sein?

Dr. Marcel Huber ist in der CSU offenbar der Mann für alle Fälle. Vor rund zwei Wochen stand Huber bereit, als ein Nachfolger für die scheidende Staatskanzlei-Chefin Christine Haderthauer gesucht wurde. Bereits zum zweiten Mal nach 2011 hat Huber nun dieses wichtige Amt inne. Im Interview mit unserer Redaktion verrät der CSU-Politiker, welche politischen Ambitionen er mit diesem Amt verbindet und wie er in Zukunft für seinen Stimmkreis Mühldorf da sein möchte.

Herr Staatsminister, finden Sie persönlich es schade, das Umweltministerium nach mehreren Jahren im Amt so plötzlich abgeben zu müssen?

Dr. Marcel Huber: In erster Linie freue ich mich über meine neue Aufgabe in der Staatskanzlei. Aber ein bisschen Wehmut ist schon auch dabei. Ich habe als Umweltminister an vielen Themen mit Herzblut gearbeitet, wie dem Erhalt der hohen Qualität des bayerischen Wassers oder unsere Felder von Gentechnik freizuhalten. Beim Hochwasserschutz haben wir die ersten großen Schritte auf dem Weg zum wasserfesten Bayern gemacht. Da geht’s mir jetzt wie dem Baumeister, der die Grundmauern hochgezogen hat, aber das Haus nicht zu Ende bauen kann, weil er anderswo gebraucht wird. Aber ich werde meine alten Themen ja auch als Staatskanzleiminister nicht aus den Augen verlieren und weiß, dass sie bei meiner Nachfolgerin, Ulrike Scharf, in guten Händen sind.

Verbinden Sie mit dem Amt des Leiters der Staatskanzlei - ein Posten, der medial gerne als eine Art "Karrieresprungbrett" betrachtet wird - besondere politische Ambitionen?

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Ich bin nicht in die Staatskanzlei gewechselt, weil es mir um Karriere geht. Meine Motivation ist, wie in allen meinen bisherigen Ämtern, etwas für die Menschen in Bayern zu erreichen und unsere schöne Heimat zu bewahren. Dafür werde ich jetzt vollen Einsatz in der bayerischen Staatskanzlei bringen, wo die großen Themen behandelt werden und alle Fäden zusammenlaufen. Und auch in Berlin werde ich jetzt öfter sein. Als Staatsminister für Bundesangelegenheiten werde ich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten die bayerischen Interessen im Bundesrat vertreten. An den großen Weichenstellungen in Bayern und im Bund mitzuwirken, das ist eine spannende Aufgabe, die mich neu reizt, und eine Herausforderung, die ich gerne annehme.

Beeinflusst Ihr neues Amt, in welcher Form und in welchem Umfang Sie als Abgeordneter für Ihren Stimmkreis da sein können?

Nein, Ich werde nach wie vor für die Menschen in meinem Stimmkreis da sein und immer ein offenes Ohr haben. Und einen Vertreter für Südostbayern in der Staatskanzlei zu haben, ist für die Region sicher auch nicht verkehrt.

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