Vertragsunterzeichnung für den Bahnbetrieb

Historischer Handschlag bei der SOB

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Historischer Handschlag: SOB-Leiter Christoph Kraller (rechts) mit Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, nach der Vertragsunterzeichnung
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Mühldorf - Die Südostbayernbahn ist bis 2024 auf dem Linienstern Mühldorf unterwegs. Dennoch bleibt bei weitem nicht alles beim Alten. Was die SOB plant:

Dass die Südostbayernbahn auch über 2016 hinaus für den Bahnbetrieb auf dem Linienstern Mühldorf zuständig sein wird, stand bereits seit Dezember letzten Jahres fest. Am Montag besiegelten SOB-Leiter Christoph Kraller, Jürgen Dornbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Regio-Netz, und Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die weitere Zusammenarbeit nun auch offiziell mit der Unterzeichnung des Verkehrsdurchführungsvertrags.

"Die SOB von den Füßen auf den Kopf gestellt"

"Die Südostbayernbahn steht für Kundennähe und für hervorragende Qualität", lobte Niggl und Dornbach ergänzte: "Der neue Vertrag für die SOB zeigt zudem, dass wir nicht nur im Alltag durch Leistung überzeugen, sondern auch in Wettbewerbsverfahren bestehen können." Der aktuelle Vertrag läuft bis Ende 2016. Um in der Region darüber hinaus fahren zu dürfen, musste sich die SOB in einem wettbewerblichen Verfahren durchsetzen. "Wir haben die SOB von den Füßen auf den Kopf gestellt, einmal kräftig durchgeschüttelt und wieder auf die Füße gestellt", umschrieb Kraller das Bewerbungsverfahren plakativ.

Linienstern Mühldorf:

Zum Linienstern Mühldorf gehören elf Regionalverkehrsstrecken rund um die Knotenpunkte Mühldorf und Traunstein. Das Netz ist 550 Kilometer lang, die SOB befördert im Schnitt täglich bei 415 Zugfahrten 33.000 Fahrgäste.

In den kommenden Jahren soll zwar nicht alles auf den Kopf gestellt werden bei der SOB, einige Änderung sind aber geplant. Ab Dezember sollen Taktlücken auf der Strecke München-Mühldorf geschlossen werden und ab Dezember 2016 will die SOB in den Abendstunden auf mehreren Strecken zusätzliche Spätzüge aufs Gleis schicken. Einige erste Fahrplanverbesserungen hatte die SOB schon im Dezember letzten Jahres umgesetzt, wie zum Beispiel zwei zusätzliche Züge zwischen Mühldorf und Rosenheim am Nachmittag. Mittelfristig sollen zudem die Züge auf dieser Strecke und zwischen Wasserburg und Grafing Bahnhof auch am Wochenende stündlich fahren.

Die SOB bleibt der Bahnbetreiber in der Region

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft wird ein Auge darauf haben, dass der Bahnbetrieb in der Region auch weiterhin zuverlässig läuft. Die BEG hat der SOB im neuen Verkehrsdurchführungsvertrag konkrete Vorgaben zur Pünktlichkeit und Anschlusssicherung gemacht. Außerdem muss die SOB am BEG-Qualitätsmesssystem teilnehmen und Echtzeitdaten in das sogenannte "durchgängige elektronische Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungssystem" der BEG einspeisen.

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