Was wird aus dem Hallenbad?

+
Die beiden Bäder der Stadtwerke: Während sich das Freibad (oben) guter Besucherzahlen und eines guten Zustands erfreut, genügt das Hallenbad nicht mehr modernen Ansprüchen. Das fängt bei der Wärmedämmung an und endet bei der Größe des Schwimmerbeckens. Ob eine Sanierung oder ein Neubau die Lösung der Probleme bringen soll, ist noch offen. Derzeit rechnen die Stadtwerke, was welche Lösung kostet und wie sie finanzierbar ist.

Mühldorf - Noch in diesem Jahr könnte eine Entscheidung über die Zukunft des Mühldorfer Hallenbads fallen. Sanierung oder Neubau heißt die Alternative.

40 Jahre ist das Mühldorfer Hallenbad alt und ziemlich in die Jahre gekommen. Das machte Stadtwerkegeschäftsführer Stephan Rösner bei der Vorstellung der Bilanz des vergangenen Jahres deutlich. In dieser Zeit wurde es nach Angaben Rösners nie grundlegend saniert, sondern nur punktuell umgebaut. Schon seit Jahren ist klar, dass das alte Bad im Herzen der Stadt weder Energievorschriften genügt, noch den Ansprüchen vieler Besucher an ein modernes Hallenbad. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie es mit dem Bad weitergeht."

Neben dem Bauzustand sind die derzeit niedrigen Zinsen Motivation, sich mit der Zukunft des Hallenbads zu befassen: "Es geht um eine Generalsanierung oder einen Neubau", betont Rösner, "eine Tendenz gibt es noch nicht." Derzeit untersuchen die Stadtwerke Kosten und Alternativstandorte.

Auf acht bis zehn Millionen Euro beziffert Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, Vorsitzender des Aufsichtsrats, die derzeit geschätzten Kosten für eine Generalsanierung, ein Neubau käme mit etwa 15 Millionen Euro deutlich teurer. "Wir schauen derzeit, wie eine Finanzierung möglich ist", sagt er und weist auf die Bedeutung der Einrichtung hin: "Es ist ein zentraler Punkt der Freizeitgestaltung in Mühldorf und das einzige Hallenbad im Landkreis."

In den laufenden Gedankenspielen kommen auch Argumente der Stadtentwicklung zum Zug. Ein Neubau des Hallenbads außerhalb der Innenstadt würde wesentlich dazu beitragen, die angespannte Parkplatzsituation in der Altstadt zu bereinigen. Denn auf dem Gelände könnten Parkplätze oder ein Parkdeck entstehen. Knoblauch schwebt sogar vor, Parkhäuser und Tiefgarage zusammenzufassen und den Stadtwerken als Geschäftsfeld zu übertragen. Die Überlegungen seien aber noch nicht so weit gediehen, gibt er zu. Deshalb will er sich auch nicht zu einem Zeitplan äußern.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser