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Drei Mädls auf einen Streich

So läuft das Leben der Mühldorfer Familie Rückerl mit ihren Drillingen 

Babyglück mal drei: Sebastian und Sarah Rückerl mit ihrem Drei-Mäderl-Gespann (von links) Sophie, Lucie und Charlie-Teresa.
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Babyglück mal drei: Sebastian und Sarah Rückerl mit ihrem Drei-Mäderl-Gespann (von links) Sophie, Lucie und Charlie-Teresa.

Heute noch zu zweit, morgen schon zu fünft: So geht es einer Mühldorfer Familie, die Drillinge bekommen hat. Die Eltern kommen gut damit zurecht, hoffen aber trotzdem auf Hilfe.

Mühldorf – „Also mein Vater wäre fast ausgeflippt. Er brauchte tatsächlich einen Schnaps, als ich ihm erzählt habe, dass er Großvater von Drillingen wird“, lacht Sarah Rückerl. Die junge Frau und ihr Mann Sebastian versuchten eine zeitlang, vergeblich Eltern zu werden. Dann entschloss sich das Paar zu einer Hormonbehandlung.

Das Ergebnis sind drei zuckersüße Mädchen, die am 22. März in Traunstein per Kaiserschnitt geboren wurden.

Auch das Auto war für fünf zu klein

Charlie-Teresa, Sophie und Lucie stellen die Welt der jungen Eheleute nun ganz schön auf den Kopf. „Dass Hormonbehandlungen zu Mehrlingsgeburten können, wussten wir“, betont Papa Sebastian, der aber ehrlicherweise zugibt: „Ein bisserl musste ich schon schlucken, als ich von den Drillingen im Bauch meiner Frau erfuhr.“ Der 28-Jährige freundete sich aber schnell mit dieser Tatsache an.

Auto zu klein für Spezialkinderwagen

Außerdem gab es jede Menge Vorbereitungen zu treffen, da blieb keine Zeit, um großartig nachzudenken. Ein regelrechter Einkaufsmarathon begann. Die zukünftigen Großeltern beider Seiten hätten die werdenden Eltern dabei aber grandios unterstützt.

Die Erstlingsausstattung kostete über 5000 Euro. „Und ein neues Auto musste auch her, denn ein Drillingskinderwagen passt nun mal nicht in ein kleines Auto“, sagt Sebastian Rückerl.

Schwangerschaft gut überstanden

Wie die Dreifach-Mama erzählt, hätte sie die Schwangerschaft relativ gut überstanden. Allerdings musste Sarah Rückerl die letzten fünf Wochen im Krankenhaus verbringen. Sie nennt einen der Gründe: „Ich hatte rund um die Uhr ziemliche Schmerzen, weil die Kinder an meine Rippen drückten und das war wirklich sehr belastend.“

Charlie-Teresa, Sophie und Lucie (von links) halten ihre Eltern ganz schön auf Trab.

Alle Babys binnen einer Minute auf der Welt

Die Kleinen wurden in der 32. Schwangerschaftswoche von einem Ärzteteam auf die Welt geholt. Papa Sebastian raste mitten in der Nacht nach Traunstein, um die Geburt seiner Töchter mitzuerleben. Innerhalb einer Minute seien die Babys da gewesen. Charlie-Teresa wog 1550 Gramm und ihre Schwestern brachten jeweils 1240 Gramm auf die Waage. Wie sich herausstellte, sind Charlie-Teresa und Lucie auch noch eineiige Zwillinge.

Die Säuglinge mussten die ersten vier Wochen in der Klinik bleiben. Dort wurden sie mit der Sonde ernährt. Mama Sarah freut sich: „Seit 25. April sind wir endlich daheim.“ Die junge Mutter wird zurzeit zweimal pro Woche von einer Haushaltshilfe unterstützt. Die Versorgung der Kinder übernimmt die 29-Jährige tagsüber aber ganz alleine. „Damit das Trinken mit allen Dreien auf einmal klappt, habe ich mir eine Konstruktion aus gerolltem Badetuch und einem Nackenkissen überlegt“, erklärt sie.

Durchschlafen ist Luxus

Durchschlafen in der Nacht, dieser Luxus gehört momentan der Vergangenheit an. Die Eltern stehen zweimal auf und versorgen ihre Töchter. Das Ehepaar kommt mit seiner neuen Aufgabe mittlerweile bestens zurecht. Sarah Rückerl bedauert nur, dass sie mit dem Drillingswagen alleine keine Spazierfahrt unternehmen kann. „Der Wagen ist kompakt und schwer. Ich bringe ihn einfach nicht über einen Bordstein.“

Große Sorge: ein großes Haus

Was der fünfköpfigen Familie jedoch richtig Kopfzerbrechen macht, ist die Suche nach einem neuen Domizil. „In unserer jetzigen Wohnung“, da macht sich Papa Sebastian nichts vor, „wird es auf Dauer ziemlich eng werden.“ Am liebsten würden die Rückerls in ein Haus ziehen. Doch sie wissen, etwas Passendes zu finden, dürfte zu einer Herkulesaufgabe werden.

Mama Sarah hat sich diese Badetuch-Nackenkissen-Konstruktion überlegt, damit sie alle drei Töchter zeitgleich füttern kann.

Dank der Großeltern aufs Mittelalterkonzert

Am kommenden Samstag ist aber nicht Grübeln, sondern komplettes Durchatmen angesagt. Die jungen Eltern gönnen sich zum ersten Mal eine Auszeit. Sie wollen das Mittelalter-Konzert in Mühldorf besuchen. Sarahs Eltern übernehmen die Betreuung ihrer Enkelinnen. „Oma und Opa sind bereits angelernt. Die werden die Mädels schon schaukeln,“ meint die Mama zu dieser Babysitter-Premiere und herzt ihre drei kleinen Lieblinge.

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