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Bürger mit der Justiz sehr zufrieden

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Im Mühldorfer Amtsgericht werden die Zivilprozesse schnell abgehandelt.

München/Mühldorf - Die Bürger haben in eieiner landesweiten Befragung ihre Zufriedenheit mit den Justizbehörden bekundet. Dies gilt auch für das Mühldorfer Amtsgericht.

Mühldorfs Amtsgerichtsdirektor Ralf Peter freut sich, dass die bayernweite Befragung der Bürger über die Arbeit der Justizbehörden eine so positive Bewertung gebracht hat. Die Arbeit der Gerichte und Staatsanwaltschaften wurde von den Bürgern gut beurteilt.

Von den an 30 bayernweit ausgesuchten Gerichtsstandorten haben die befragten Bürger sich mit 67 Prozent sehr oder eher zufrieden über die Arbeit des Justizbehörden geäußert. In der Bevölkerung allgemein war ein Zufriedenheitsgrad von 70 Prozent.

"Gute Werte für Objektivität und Neutralität, aber auch Serviceorientierung, sind das Ergebnis eines engagierten und vielfach überobligatorischen Einsatzes aller Mitarbeiter, der unter schwierigen Rahmenbedingungen erbracht wird", stellte Peter heraus.

Die Bürger, Unternehmen und Rechtsanwälte sehen Verbesserungsbedarf bei der Verfahrensdauer, die vielen zu lang erscheint. Nach den Worten des Direktors am Mühldorfer Amtsgericht beträgt die Verfahrensdauer bei Zivilprozessen bayernweit 3,7 Monate und bundesweit liegt der Wert bei 4,7 Monaten. Die Bürger haben bei dieser Befragung angegeben, dass sie eine Prozessdauer von 3,5 Monaten befürworten würden.

"Wir in Mühldorf kommen auf eine Verfahrensdauer von rund drei Monaten und liegen damit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Wir unterschreiten sogar die von den Bürgern gewünschte und vorgegebene Zeit. Wir sind schneller. Das macht uns alle schon ein wenig stolz", erläuterte der Direktor.

Peter stellt heraus, dass der Verfahrensanstieg bei den Zivilprozessen sehr deutlich ist. Die Verfahren steigen jedes Jahr an. Beim Zivilrecht bearbeitet in Bayern jeder Richter rund 610 Fälle. Dies ist vom Justizministerium vorgegeben. "Bei uns in Mühldorf sind es 730 Fälle. Dies funktioniert nur, weil alle unsere Mitarbeiter hoch motiviert sind, das Betriebsklima stimmt und alle weit über das normale Maß hinaus sich engagieren", erklärte Peter.

Nach seinen Worten fehlen in Bayern aber weiter rund 280 Richter und 114 Staatsanwälte. "Wir haben in Mühldorf aber auch ein schon traditionell sehr gutes Verhältnis zu der Rechtsanwaltschaft. Diese professionelle Zusammenarbeit macht diese Zahlen aber erst möglich. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Vermessungsamt", stellte Peter heraus.

Ein weiterer Punkt bei dieser Befragung war der besondere Umgang mit den Opfern bei Straftaten. Sowohl von den befragten Opferzeugen als auch unter den Bürgern allgemein ist eine beachtliche Zahl der Ansicht, dass die Justiz die Belange der Opfer sehr oder schlecht berücksichtigt. Die Justizbehörden wollen in diesem Bereich die Anstrengungen der letzten Jahre weiter verbessern.

sb/Mühldorfer Anzeiger

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