Trauerfeier in Mühldorf

Abschied von Altbürgermeister Federer

+

Mühldorf - Er hat die Kreisstadt geprägt wie kaum ein anderer. Am Donnerstag nahm Mühldorf Abschied von Altbürgermeister Josef Federer, der am Samstag verstorben war.

Mit einem Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, der von den Stadtpfarrern Alois Hopf, Josef Maier, Georg Nunhofer und Roland Haimerl sowie von Diakon Jakob Unterreithmeier zelebriert wurde, begann die Verabschiedung von Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Federer. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Josef und Ulrike Überacker sowie dem Kirchenchor St. Nikolaus.

"Menschliche Wärme und Herzlichkeit"

Stadtpfarrer Alois Hopf stellte in seiner Predigt die „menschliche Wärme und Herzlichkeit“ von Josef Federer heraus. Ebenso seine Fürsorge um seine Familie. „66 Jahre haben Resi und Josef Federer den gemeinsamen Lebensweg in großer Liebe bestritten“, stellte Hopf heraus.

Die Trauererde für den Mühldorf Altbürgermeister hielt auf Wunsch der Familie Altlandrat Erich Rambold, ein langer und persönlicher Wegbegleiter. Rambold blickte auf die nicht leichte Jugend des am 19. Februar 1921 in der Oberpfalz geborenen Josef Federer zurück. Rambold erinnerte auch an die politische Rivalität. „1966 wollte die CSU das Bürgermeisteramt, aber gegen die Liebenswürdigkeit von Josef Federer kam niemand an. Auch 1970, als er gegen mich als Landrat kandidierte, haben wir einen sauberen Wahlkampf geführt“, erklärte Rambold.

Zollner: "Er war für mich der Übervater"

Der Altlandrat stellte die Leistungen von Josef Federer in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasser, Elektrizität, Wohnungsbau und Baulandausweisung heraus. Die Neugestaltung der Mößlinger Unterführung und der Kanalbrücke seinen, so Rambold, ein Verdienst des Verstorbenen. Ebenso seine Leistungen beim Bau der Mühldorfer Stadtbücherei, der Musikschule und des Feuerwehrhauses. „Er hat das Fundament gelegt, das die Stadt heute noch trägt und aus dem sich die weitere Entwicklung der Kreisstadt begründet“, erklärte Rambold. Bürgermeisterin Marianne Zollner dankte Josef Federer im Namen der Kreisstadt für seine herausragenden Leistungen. „Er war für mich der Übervater, der seine geliebte Stadt mit Herz und Verstand regiert hat“, sagte Zollner. Sein großes und enormes Engagement, so Zollner, wurde durch viele Auszeichnungen auch außerhalb der Stadt und des Landkreises gewürdigt. „Für mich war und ist Josef Federer ein großes Vorbild als Bürgermeister dieser Stadt“, betonte die Bürgermeisterin.

Josef Federer: Bilder aus seinem Leben

Josef Federer: Bilder aus seinem Leben

"Können stolz sein, ihn in Mühldorf gehabt zu haben"

Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch: „Wir könne froh und stolz sein, dass wir ihn in Mühldorf gehabt haben.“ Der Nachfolger von Josef Federer würdigte ebenfalls seine menschliche Art und die Fähigkeit zuhören zu können. „Er war über 50 Jahre ein herausragender bayerischer Sozialdemokrat, der das Wohl der Allgemeinheit immer an die erste Stelle gestellt hat“, erklärte Knoblauch. Erwin Baumgartner, Stellvertretender Bürgermeistersprecher des Landkreises, würdigte im Namen der Bürgermeisterkollegen das Wirken von Josef Federer.

Für die Mühldorfer Vereine sprach Fritz Waldinger, Vorstand des Trachtenvereins Edelweiß Mühldorf. Er bezeichnete den Verstorbenen als „Mann der Mühldorfer Vereine und Verbände“. „Er war sich der Bedeutung des Ehrenamts und die gesellschaftliche Aufgabe der Vereine immer im Klaren. Besonders lag im die Jugendarbeit der Vereine am Herzen“, stellte Waldinger heraus.

Bilder von der Feier zu Federers 90. Geburtstag:

90. Geburtstag von Altbürgermeister Josef Federer

Josef Federer fand im Alten Friedhof in Mühldorf neben seiner geliebte Frau Resi die letzte Ruhestätte. Die Stadtkapelle Mühldorf spielte den „Guten Kameraden“, während die Mühldorfer Feuerschützengesellschaft den Ehrensalut schoss und sich die Fahnen der Mühldorf Vereine über das offene Grab neigten.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Mühldorf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser