Von Zigarettenkippen bis zu Dosen: Der Müll auf Gehweg, Böschung und Innweg ärgert die Anwohner

Berufsschüler vermüllen Umgebung

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Die Spuren der Schüler bleiben, obwohl Ferien waren: Auf dem Gehsteig, dem Hang und dem Weg am Inn liegen Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und Schokoladenpapierchen, die Berufsschüler während der Raucherpause entsorgen. Anwohner ärgern sich über den Dreck.

Mühldorf - Nachbarn der Mühldorfer Berufsschule an der Innstraße sind sauer: Auf dem Gehweg gegenüber des Schulgeländes liegen Unmengen an Müll.

Auf dem Gehweg gegenüber des Schulgeländes, in der Böschung, am Inn und in der Unterführung unter der B12 liegen Unmengen Zigaretten, Zigarettenschachteln, Flaschen und Getränkepackungen, Schokoladenpapierchen. Schüler, so ihre Beobachtung, nutzen vor allem die Grünanlagen zum Inn, um in Unterrichtspausen zu rauchen. Ihren Abfall lassen sie einfach liegen und vermüllen so diese Bereiche.

Berufsschulleiter Ludwig Ecker kennt das Problem, ist ratlos und gibt das auch zu. Auslöser der Misere ist nach seiner Ansicht das strenge Rauchverbot auf dem Schulgelände. Das mache es unmöglich eine Raucherecke auf dem Schulgelände auszuweisen, die mit Mülleimern ausgestattet und von der Schule überwachbar ist. "Eine Raucherecke ist wegen des strengen bayerischen Nichtrauchergesetzes auf dem Schulgelände offiziell nicht erlaubt", sagt er. "Das wäre natürlich die Lösung."

Die Schule habe in der Vergangenheit das "Dauerthema" Vermüllung der Umgebung mit den Schülern besprochen. "Es sind Aktionen mit der Schülermitverwaltung gelaufen, die Schüler haben eigene Vorschläge gemacht, genutzt hat es nichts." Das gelte laut Ecker auch für die Unterführung, die von den Schülern vor allem bei schlechtem Wetter als Unterstand genutzt werde.

Bürgermeister Günther Knoblauch kündigte an, eine praktikable Lösung finden zu wollen: "Die einzige Möglichkeit ist vermutlich, von Zeit zu Zeit zusammenzuräumen." Die Stadt kontrolliert bereits jetzt die Unterführung täglich. Er werde darüber hinaus mit dem städtischen Bauhof und dem Landratsamt sprechen, ob es eine Zusammenarbeit geben kann. Mögliche höhere Kosten für häufigere Reinigung, auch das betont Knoblauch, blieben natürlich an der Stadt und damit der Öffentlichkeit hängen.

Und noch eine Idee hat Mühldorfs Bürgermeister: "Die Schule könnte mit den Schülern regelmäßig ein Ramadama machen. Dann würden die sehen, wie viel Arbeit das macht und wie hässlich das aussieht." Solche Aktionen gab es bereits, sagt Schulleiter Ecker, ihre Wirkung sei sehr kurzzeitig gewesen.

Die Anwohner kennen noch eine andere Lösung: Wenn morgen Ministerpräsident Horst Seehofer vor der Schule vorfährt, sollte man ihn zu den Schutzecken führen. Vielleicht, so ein Anlieger, würde die Staatsregierung dann Raucherecken auf dem Schulgelände erlauben, die mit einem Dach und ordentlichen Mülleimern ausgestattet das Problem eingrenzen könnten.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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