Flaute für neue Windräder im Landkreis?

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Im groben Überblick ist die Windausbeute eher mager: Nur auf den hellgrün markierten Flächen gibt es für die Stromerzeugung genügend Windkraft und den notwendigem Abstand zu Siedlungen. Detailaussagen wird es aber erst in den nächsten Wochen geben.

Landkreis - Im Zuge der Energiewende braucht Bayern 1500 neue Windkraftanlagen. In der "Gebietskulisse Wind" können sich Kommunen nun über sinnvolle Flächen informieren:

Seit wenigen Tagen haben Kommunen die Möglichkeit, sich in der "Gebietskulisse Wind" zu informieren, wo Windkraftanlagen sinnvoll und möglich sind. Erst in drei Monaten sollen die Karten veröffentlicht werden. Die Auswirkungen dürften gering sein.

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Im Zuge der Energiewende braucht Bayern 1000 bis 1500 Windkraftanlagen zur Stromerzeugung. Gut geeignet dafür sind aber lediglich zwei Prozent der Landesfläche. Die neue "Gebietskulisse für Windkraft" gibt Auskunft darüber, wo es durchschnittlich genügend Wind mit Geschwindigkeiten von über 4,5 Metern pro Sekunde gibt und zugleich der vorgeschriebene Abstand von 800 Metern zu Wohngebieten und 500 Metern zu Bauernhöfen eingehalten werden kann.

Die bislang öffentliche gewordene Karte zeigt allgemein mögliche Standorte. Im Landkreis, so der erste Überblick, gibt es nur sehr wenige geeignete Standorte. Sie liegen nördlich von Neumarkt- St. Veit, nordwestlich von Waldkraiburg und südlich von Schwindegg an der Landkreisgrenze. Genauere Aussagen sind erst möglich, wenn eine präzisere Karte für veröffentlicht wird.

Als erstes erfahren laut Landratsamt die Bürgermeister davon, erst danach soll der Windatlas am 11. Mai beim "Klimaschutztag" im Mühldorfer Stadtsaal vorgestellt werden. Das Landratsamt bestätigt bisher nur, was auch der allgemeine Blick auf die Karte sagt: "Grundsätzlich ist festzustellen, das wir zu den Landkreisen gehören, die die geringsten Windgeschwindigkeiten vorweisen", teilte Sprecherin Karin Huber mit. "Insofern ist eine Eignung des gesamten Landkreisgbietes aus wirtschaftlichen Gesichtpunkten eher nicht gegeben, solange es deutlich bessere Standorte in Bayern gibt."

Einbezogen in die Auswertung ist auch die Planungsregion 18, in der gerade die Fortschreibung des Regionalplans Wind für Südostbayern läuft.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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