Verabschiedungen in Rekordzeit

Tourismusverband Inn-Salzach plant mehr Geld für Werbung für Urlaub in der Region

In Nachbarschaft zum Altöttinger Landratsamt(hinten) wird ein früheres Ladengeschäft derzeit umgebaut
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In Nachbarschaft zum Altöttinger Landratsamt(hinten) wird ein früheres Ladengeschäft derzeit umgebaut. Ab Mai findet man dort die Geschäftsstelle des Tourismusverbandes Inn-Salzach.

Wenn das keine Corona-Rekord ist: In nur 15 Minuten hielt der Tourismusverband Inn-Salzach seine Jahreshauptversammlung ab und verabschiedete den Haushalt. Das Geld fließt vor allem in die Werbung.

Mühldorf – Die Verbandsversammlung des Tourismusverbandes Inn-Salzach verlief coronabedingt zügig. Mit nur rund 15 Minuten stellte der Vorsitzende, Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl, bei der 30. Sitzung einen Geschwindigkeitsrekord im Altöttinger Landratsamt auf.


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Denn so schnell war noch nie eine Versammlung des landkreisübergreifenden Zweckverbandes beendet, obschon die Haushaltssatzung für 2021 verabschiedet wurde. Das geschah nach kurzem Vortrag einstimmig. Auf einen ausführlichen Bericht zu den Marketingaktivitäten von Geschäftsführerin Andrea Streiter verzichteten die Mitglieder und vertagten den Tagesordnungspunkt.


Landkreis zahleneheur Jahr nicht mehr

Der Haushaltsplan des Tourismusverbands sieht für das Jahr 2021 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 894.000 Euro vor. Mit 600.000 Euro bleibt die Umlage für die beiden Landkreise damit auf dem Niveau von 2020.

Weitere Einkünfte erzielt der Verband neben dem Verkauf von Drucksachen beispielsweise durch Fördergelder des Freistaats und direkte Zuwendungen von Gemeinden.

Zudem sollen 107.300 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Kosten verursacht neben dem Personal in diesem Jahr vor allem die Öffentlichkeitsarbeit, die mit mehr als 200.000 Euro zu Buche schlägt.

So sollen Broschüren nachgedruckt und neue aufgelegt werden. In der Summe enthalten sind auch die Anschaffung anderer Werbemittel und das Schalten von Anzeigen im Rahmen verschiedener PR-Kampagnen.

Weitergeführt wird aber auch das Angebot von Online-Seminaren für die Verbandsmitglieder, bei dem diese unter Anderem geschult werden, wie sie sich online besser vermarkten können.

„Gerade in der Krise müssen wir investieren, um die regionale Tourismuswirtschaft bestmöglich in der Vermarktung zu unterstützen“, erklärte Geschäftsführerin Andrea Streiter. Darüber hinaus soll es aber sogar auch öffentliche Veranstaltungen und Messen geben, die sowohl online, als auch analog, abgehalten werden.

Neben analoger Werbung sollen aber auch die Online-Kanäle des Verbands für rund 45.000 Euro weiter gepflegt. „Die Reiselust ist da. Viele Deutsche planen dieses Jahr ihren Urlaub im eigenen Land und dann besonders gerne in Bayern!“, so die Andrea Streiter. Bemerkbar gemacht habe sich dies bereits an überdurchschnittlich vielen Prospektbestellungen und Gästeanfragen im Januar.

Neue Geschäftsstelle in Altötting

Dieses Potential gelte es zu nutzen, indem die Tourismus-Akteure in der Region ihr Angebot auf das pandemiebedingt veränderte Reiseverhalten umstellen und besonders auf nachgefragte Produkte, wie Landurlaub, Radfahren, Wandern und andere Outdoor-Erlebnissen in den Fokus rücken.

Einen größeren Ausgabeposten stellt zudem die Einrichtung der neuen Geschäftsstelle des Tourismusverbandes in der Altöttinger Bahnhofstraße 34 dar. Noch bis Mai wird dort ein früheres Ladengeschäft für rund 38.000 Euro umgebaut und technisch ausstattet.

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