Beim Überqueren der Straße

Fußgänger kam bei Unfall ums Leben: Tiefe Trauer um jungen Mühldorfer (16)

Viele Grablichter mit persönlichen Botschaften und Blumengebinde wurden am Wochenende am Unfallort abgelegt.
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Viele Grablichter mit persönlichen Botschaften und Blumengebinde wurden am Wochenende am Unfallort abgelegt.

Tiefe Trauer und Bestürzung: Ein 16-jähriger Mühldorfer ist am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall an der Nordtangente ums Leben gekommen. Der Fußgänger war beim Überqueren der Straße von einem VW erfasst worden. Am Steuer saß ein 21-Jähriger aus dem westlichen Landkreis.

Mühldorf – Wie die Polizei mitteilt, wollte der Jugendliche gegen 19.35 Uhr an der Fußgängerampel Höhe Nordfriedhof und Europastraße die Nordtangente in Richtung Norden überqueren. Auf der Straße wurde er von dem VW Golf eines 21-Jährigen angefahren, der in östlicher Richtung unterwegs war.


Der 16-Jährige, der mit seiner Familie nur wenige hundert Meter von der Unfallstelle entfernt wohnte, wurde durch den Aufprall so schwer verletzt, dass er noch vor Ort seinen schweren Verletzungen erlag. Der Fahrzeuglenker blieb unverletzt, die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 10 000 Euro. Die Nordtangente musste mehrere Stunden lang in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die Feuerwehr Mühldorf war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort und unterstützte tatkräftig und professionell bei Verkehrsregelung, Bergung und Unfallaufnahme.

Auf Höhe der Kfz-Zulassungsstelle des Landratsamtes Mühldorf kam der VW Golf zum Stehen. Für den 16-jährigen Fußgänger kam jede Hilfe zu spät.

Jugendlicher war nicht alleine unterwegs

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Gestern bestätigte die Polizei auf Nachfrage, dass der tödlich verunglückte Jugendliche nicht alleine unterwegs gewesen sei und einen Begleiter hatte. Das Kriseninterventionsteam sei an der Unfallstelle gewesen, um die beteiligten Personen zu betreuen und die Angehörigen über den Todesfall zu informieren.

Zeugenbefragungen stehen noch aus

Um aber den genauen Unfallhergang zu ermitteln, würden auch noch Zeugen befragt, die vor dem Unfall sowohl den Autofahrer als auch die Fußgänger gesehen hatten. Diese Vernehmungen werden im Laufe der Woche erfolgen und ausgewertet. „Inwiefern die Zeugenaussagen verwertbar sind, wird sich erst bei den Vernehmungen herausstellen“, hält sich die Polizei in Mühldorf mit weiteren Aussagen zum Unfallhergang zurück. Die Staatsanwaltschaft habe ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben, um unter anderem zu klären, wie die Ampel zum Unfallzeitpunkt geschaltet war. Hinweise, dass die Anlage defekt war, gibt es derzeit nicht.

Eigentlich kein Unfallschwerpunkt

Als Unfallschwerpunkt ist diese Stelle an der Nordtangente, an der Tempo 50 gilt, nicht bekannt. Allerdings wurden in der Vergangenheit an der gut ausgebauten Ortseinfahrt nach Mühldorf regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Kerze, Blumen und persönliche Worte für den Toten

Am Wochenende kamen viele Menschen zum Unglücksort, um dem Verstorbenen zu gedenken. Sie verharrten im stillen Gebet am Innkanalsteg und legten in Erinnerung an den 16-Jährigen Blumen und Bilder ab. Viele Grablichter stehen am Geländer, teilweise versehen mit persönlichen Worten. „Fly high Angel!“ ist zu lesen, „Rest in Peace“ und „Ich wünsche so sehr, dass es Dir gut geht!“

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