Streik an Mühle: Frist für neues Angebot steht

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Mühldorf - Nach dem Streik an der Mühle „PrimaVera“ erwartet die Gewerkschaft NGG nun ein deutliches aufgebessertes Angebot der Geschäftsleitung.

Nach dem ersten Streik in der Firmengeschichte der Bio-Mühle „PrimaVera“ in Mühldorf am vergangenen Mittwoch erwartet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt ein deutlich aufgebessertes Angebot der Geschäftsleitung.

„Das Signal der Belegschaften der beiden Schwesterbetriebe PrimaVera und Ceralia war an Deutlichkeit nicht zu übertreffen: der Streik war sehr erfolgreich“ zeigt sich Johannes Specht von der NGG zufrieden. „Jetzt sollte die Geschäftsleitung unsere Forderungen nach deutlichen Lohnsteigerungen und Verbesserungen u.a. bei den Zuschlägen, der Arbeitszeit und dem Weihnachtsgeld ernst nehmen.“ Man habe eine Frist bis kommenden Dienstag gesetzt, bis zu der ein neues Verhandlungsangebot vorliegen müsse. „Andernfalls werde wir an beiden Betrieben weitere Streiks vorbereiten – dann aber deutlich länger und unangekündigt,“ zeigt sich Specht entschlossen. „Es geht beiden Unternehmen wirtschaftlich ausgesprochen gut. Die Aussagen der Geschäftsleitung, dass unsere Forderungen schlichtweg nicht bezahlbar seien, stimmt so nicht. Und wie kann es sein, dass der Einstiegslohn bei gerade einmal 8,50 € Brutto pro Stunde ist?“

PrimaVera und Ceralia beschäftigen zusammen über 120 Beschäftigte und produzieren ausschließlich hochwertige Getreideprodukte in Bio-Qualität. Beide Unternehmen sind weder im Arbeitgeberverband, noch tarifgebunden.

Pressemeldung Gewerkschaft NGG

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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