Starkbierfest mit neuem Barnabas

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Vom Trainer zum Barnabas: Asim Razic in neuer Rolle.

Mühldorf - Über 300 Besucher kamen am Samstagabend zum Starkbierfest des ESV Mühldorf. Vor allem die Rede des neuen Barnabas, Asim Razic, wurde mit Spannung erwartet.

"Der Barnabas bringt uns 100 Leute mehr", hatte ESV-Vorstand Hans Schaffer im Vorfeld gesagt. Und Recht behalten: Über 300 Besucher wollten in der ESV-Turnhalle nicht nur das Starkbier der Brauerei Toerring trinken, sondern auch miterleben, wie sich Asim Razic in seiner neuen Rolle als Barnabas schlägt.

Und der 45-Jährige machte seine Sache gut. Im Fußball würde ESV-Trainer Razic sagen: Die eine oder andere Schwäche im Spielaufbau gilt es zwar noch zu beheben, aber insgesamt darf die Mannschaft mit dem Auftaktspiel ganz zufrieden sein. Auch wenn nicht jede Pointe zündete, auch wenn Razic inhaltlich nicht immer ganz richtig lag, auch wenn nicht immer ein roter Faden erkennbar war.

Bürgermeister Günther Knoblauch gewohnt sicher - mit Unterstützung von Umweltminister Dr. Marcel Huber und Klaus Bergmann von der Toerring-Brauerei

Dabei hatte der Redner in der Mönchskutte nicht nur das vergangene Jahr im Blick, sondern spannte einen großen Bogen: von der Bankenkrise über 50 Jahre ESV bis hin zur Ansiedlung des Netto-Logistikzentrums. Und stets im Visier: der Mühldorfer Stadtrat.

Dem Bürgermeister Günther Knoblauch bescheinigte Barnabas eine gute Arbeit in den vergangenen 22 Jahren, auch wenn ein wenig Authentizität verloren gegangen sei: "Damals war der Bürgermeister noch der Mann im Dorf, der am meisten trinken kann."

Deutlich härter ins Gericht ging Razic mit Ilse Preisinger-Sontag: "Die hat doch ernsthaft gmoant, sie kannt bestimma, wer in Muidoaf Stadtrat bleibt." Und so las der Mühldorfer der CSU-Fraktion zum Thema Groß und Pfeiffer die Leviten - und erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Ehrenamt-Debatte im Stadtrat: "Wenn's Ihr des Ehrenamt wirklich hochhalten mecht's, dann spendet's halt die Aufwandsentschädigung." Abnehmer hatte der 45-Jährige auch gleich parat: "20000 Euro pro Jahr für die Stadt, 20000 für die Kinderkrebshilfe Balu - und 20000 Euro für den ESV".

Und dann warf der neue Barnabas noch einen Blick in die Träume der Stadträte: Demnach würde Ilse Preisinger-Sontag ja gerne die erste Bürgmeristerin Mühldorfs werden. Das scheitere aber schon daran, dass der "Günther seine Nachfolgerin längst in Stellung gebracht hat".

Wer auch immer das Amt übernehmen wird, so gut Anzapfen wie Knoblauch wird wohl in naher Zukunft an der Spitze der Kreisstadt niemand mehr. Eineinhalb Schläge brauchte er am Samstag - unter Mithilfe des bayerischen Umweltministers Dr. Marcel Huber, der das Fassl halten durfte.

ha/Mühldorfer-Anzeiger

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