Asbest-Zementrohre werden ausgetauscht

Mühldorf schmeißt Asbest raus

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Mühldorf - Nach und nach ersetzt Mühldorf die alten Asbest-Zementrohre durch Leitungen aus Gusseisen. Doch wie gefährlich sind Asbest-Fasern in unserem Trinkwasser für die Gesundheit?

Rund 30.000 Kilometer Trinkwasser-Rohre aus billigem Asbestzement wurden in den fünfziger und sechziger Jahre in Deutschland verlegt. So auch in Mühldorf: "Die Trinkwasser-Leitungen wurden Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre verlegt", erklärt Albert Bauer, Leiter der Stadtwerke Mühldorf. Rund 20 Prozent der Leitungen bestehen auch heute noch aus dem Material. Weil die Rohre aber immer öfter massive Brüche aufweisen und es mehrfach schon zu Rohrbrüche gekommen ist, werden die Leitungen jetzt nach und nach ersetzt. "Durch die Rohr-Brüche kam es auch zu Belastungen für die Straße. Deswegen muss nun saniert werden", so Bauer. Aktuell findet solch eine Sanierung in der Mösslinger Straße - zwischen Mössling und Mühldorf - statt. Dabei werden die Asbest-Zementrohre durch Leitungen aus Gusseisen ersetzt, die innen zementiert sind.

Doch können bei den Arbeiten nicht Unmengen des Schadstoffs in das Trinkwasser gelangen? Bauer meint "nein". Da die alten Rohre nicht geschnitten oder gesägt würden, könne auch kein Asbest ins Wasser geraten. "Wir bauen die neuen Leitungen neben den Alten zusammen. Danach gibt es eine Druckprobe und eine Mikrobiologische Untersuchung der Wasserqualität. Erst dann werden die neuen Leitungsteile ins Netz eingebunden. Die ausgedienten Asbest-Zementrohre werden vorher abschlagen und anschließend entsorgen."

Auch das Gesundheitsamt gibt Entwarnung. Auf Anfrage von innsalzach24.de hieß es: Asbestfasern sind durch Zement stark gebunden. Bei den Arbeiten könnte, wenn überhaupt, nur eine verschwindend geringe, wassergebundene Menge von Asbestfasern freigesetzt werden, die nicht gesundheitsgefährdend ist. Weiter steht in dem Schreiben: Die orale Aufnahme von Asbest stellt ein geringeres Gesundheitsrisiko dar, als die Aufnahme über die Atemwege.

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