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Zu Gast beim Primus

Staatssekretär Stephan Mayer besucht AOK-Direktion Altötting/Mühldorf

MdB Stephan Mayer (Mitte) zu Besuch bei der AOK. Es begrüßten ihn der Beiratsvorsitzende Stefan Mooshuber (re.) und Direktor Andreas Kochbeck.
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MdB Stephan Mayer (Mitte) zu Besuch bei der AOK. Es begrüßten ihn der Beiratsvorsitzende Stefan Mooshuber (re.) und Direktor Andreas Kochbeck.

Zu einem gesundheitspolitischen Austausch kam Heimatabgeordneter und Staatssekretär Stephan Mayer in die aktuelle Sitzung des Beirats der AOK-Direktion Altötting/Mühldorf – dem Gremium, in dem die Versicherten der Gesundheitskasse und deren Arbeitgeber ihre Interessen vertreten.

Pressemeldung im Wortlaut

Mühldorf - Mayer bezeichnete die AOK als „Primus unter den gesetzlichen Krankenkassen“. Er berichtete über aktuelle und geplante gesetzgeberische Maßnahmen im Gesundheitsbereich.

In den letzten Wochen schlug die Pflegereform hohe Wellen, die am 11.6. im Bundestag beschlossen wurde. Mayer stellte sich hinter das Gesetz. Es bringe eine Stärkung des Pflegebereichs und eine faire und tarifgebundene Bezahlung von Pflegefachkräften. Private Eigenanteile würden bei der Finanzierung der Pflege in Heimen begrenzt. „Es ist unbestritten, dass pflegebedürftige Menschen und Angehörige finanziell bei den pflegebedingten Eigenanteilen entlastet werden müssen“, fand Beiratsvorsitzender Stefan Mooshuber. Die pflegebedingten Eigenanteile in Heimen seien sukzessive gestiegen, weil die Leistungen der Pflegeversicherung nicht dynamisiert wurden.

Zur Stärkung der Pflege zu Hause soll die Kurzzeitpflege erweitert werden. Zusätzliche Mittel für 20.000 Pflegekräfte würden mit dem Gesetz bereitgestellt. „Zum Großteil aus dem Ausland“, beantwortete Mayer die Frage aus dem Gremium, woher diese zusätzlichen Pflegekräfte kommen sollen. Er verwies auf entsprechende Anreize, die von der Arbeitsagentur gesetzt würden. So gefördert, würden ausländische Fachkräfte sowohl Qualifikation als auch Sprachkenntnisse bereits bei Einreise nach Deutschland mitbringen. Das habe auch in anderen Branchen gut funktioniert.

Als neue Leistung wird die Übergangspflege im Krankenhaus eingeführt – unabhängig davon, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Die Leistung soll im unmittelbaren Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt für längstens zehn Tage möglich sein. AOK-Direktor Andreas Kochbeck begrüßt das gesetzliche Vorhaben, „da es den Menschen unglaublich hilft, wenn Patientinnen und Patienten bei Krankenhausentlassung keinen Kurzzeitpflegeplatz bekommen oder die Versorgung daheim nicht sofort durch Angehörige und Pflegedienste sichergestellt werden kann.“

Ein thematischer Dauerbrenner ist im AOK-Beirat die Sicherstellung einer guten medizinischen Versorgung in der Region. Meyer führte dazu aus, dass die Finanzierung einer modernen Krankenhauslandschaft in Deutschland durch ein Krankenhauszukunftsbesetz gesichert werden soll. Rund 4 Mrd. Euro würde der Bund für die Modernisierung der Krankenhäuser zusätzlich bereitstellen. Gefragt nach der hausärztlichen Versorgung, verwies Mayer auf Programme des Freistaates zur Förderung der Ansiedlung von Hausärzten auf dem Land nach ihrem Studium. Er bekannte sich auch zur Verantwortung des Bundes bei diesem Thema.

Meyer beantwortete noch zahlreiche weitere Fragen aus dem Gremium. Beiratsvorsitzender Mooshuber bedankte sich für den Besuch und den offenen Austausch. Es sei wichtig, dass die Politik mit den Menschen vor Ort im Gespräch bleibe, um Sorgen der Bevölkerung mitzunehmen, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und Ideen aus der Region in die gesetzgeberische Arbeit einzubringen.

Pressemeldung AOK

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