Mann aus Kreis Mühldorf nach Tat in Altötting vor Gericht

Somalier angepöbelt, geohrfeigt und aufs Gleis geschubst

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Der Altöttinger Bahnhof.

Altötting/Mühldorf - Ein Mann aus dem Kreis Mühldorf muss sich derzeit vor dem Amtsgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, dass er im Dezember 2016 am Altöttinger Bahnhof einen Somalier angepöbelt, geohrfeigt und aufs Gleis geschubst haben soll. 

Wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, soll der 31-Jährige der Justiz nicht unbekannt sein. Dem vorsitzenden Richter zufolge sei er bereits wegen Körperverletzung und dem Verwenden rechtsextremer Symbole mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Er sei erst wenige Wochen vor dem Zwischenfall aus dem Gefängnis entlassen worden.

Laut dem Polizeibericht pöbelte der zum Tatzeitpunkt betrunkene Mann am Altöttinger Bahnhof, vier Flüchtlinge aus Somalia an. Einem der Männer gab er auch eine Ohrfeige und stieß ihn, sodass er auf die Gleise fiel. Der 19-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Ein Zug fuhr zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht in den Bahnhof ein. Die verständigte Polizeistreife nahm den 30-Jährigen fest, bei dem eine Alkoholisierung von rund 2,7 Promille festgestellt wurde. 

Der Geschädigte selbst hatte keine Anzeige erstattet, nur einer seiner Begleiter wegen Beleidigung, so die PNP. Die Staatsanwaltschaft habe daher selbst wegen "öffentlichem Interesse" die Initiative ergriffen.

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