Wieder Betrieb als reines Corona-Haus?

So ist die Lage am Innklinikum Mühldorf

Das InnKlinikum mühldorf wurde zum Covid-Krankenhaus bestimmt und beklagt nun kanpp 20 Corona-Infizierte bei Ärzten und Pflegekräften.
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Das Innklinikum Mühldorf. Es wird, anders als im Frühjahr, kein reines Corona-Haus werden.

Mühldorf am Inn - Wie ist die Lage am Innklinikum Mühldorf? Wird es wieder ein reines Corona-Haus? Wir haben uns erkundigt.

„Die Zahl der stationär zu versorgenden COVID-19-Patienten steigt auch im InnKlinikum sehr deutlich an. Stand Donnerstag werden im InnKlinikum Mühldorf 36 positiv getestete COVID-19-Patienten behandelt und 10 Verdachtsfälle“, berichtet Mike Schmitzer, Pressesprecher des InnKlinikum Altötting und Mühldorf gegenüber innsalzach24.de. „Diese stamnen nicht nur aus dem Landkreis Mühldorf, da wir sie zentral alle hier behandelt. 13 sind aus dem Kreis Mühldorf, 14 aus dem Kreis Altötting und 9 aus anderen Landkreisen.“ [Anmerkung der Redaktion: Dieser Absatz spiegelt nun den Stand vom Donnerstag, 05.11. wieder. Nach Leseranfragen haben wir uns erkundigt, woher die Patienten stammen und den aktuellen Stand ergänzt. Zuvor war es der Stand von Mittwoch]


Innklinikum Mühldorf wird nicht wieder wie im Frühjahr reines Corona-Haus sein

Das InnKlinikum Mühldorf werde auch in Zukunft den bewährten Schwerpunkt der COVID-19-Versorgung bilden. „Anders als im Frühjahr 2020 wird das InnKlinikum Mühldorf nicht mehr als reines Corona-Haus fungieren, sondern auch Nicht-COVID-Patienten versorgen“, so Schmitzer weiter. „Wir haben im InnKlinikum Mühldorf bereits damit begonnen, die Kapazitäten für COVID-19-Patienten zu erhöhen.“ Das InnKlinikum werde schrittweise die internen Strukturen an das Infektionsgeschehen weiter anpassen, etwa durch die Verschiebung planbarer Therapien und Eingriffe.


Genügend Personal für Beatmungsgeräte vorhanden

Kürzlich hatte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Michael Pfeifer laut der Deutschen Presseagentur (dpa) gewarnt, aktuell mangle es nicht an Beatmungsgeräten und Betten, sondern an Personal. „Das Gesamtpersonal wird es nicht schaffen, noch einmal wie im Frühjahr so eine enorme Kraftanstrengung zu erbringen, und schon gar nicht über fünf Monate.“ Hier kann Schmitzer beruhigen: „Im InnKlinikum Mühldorf verfügen wir derzeit über 18 Beatmungsplätze, die auch personell betrieben werden können.“

Die Einkaufsprofis des InnKlinikum hätten außerdem in den zurückliegenden Wochen und Monaten vorgesorgt und für die Schutzausrüstung einen Drei-Monats-Vorrat angelegt. „Sie sind ständig im Einsatz, um dieses Niveau zu halten, aber bei einigen Artikeln, wie etwa Handschuhen, ist die Versorgungslage schon wieder angespannt.“

Neue Besuchsregelungen

Als Reaktion auf das aktuelle Infektionsgeschehen hatte das InnKlinikum außerdem seit Donnerstag, 5. November 2020, für alle Standorte (Altötting, Mühldorf, Burghausen und Haag) die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt. Neu ist, dass Patienten erst ab dem 4. Tag der stationären Aufnahme besucht werden können. Der Besuch darf zudem für die gesamte Dauer des Aufenthalts nur durch eine einzige, vom Patienten festgelegte Person, erfolgen. Weiterhin gilt ein generelles Besuchsverbot von COVID-19-Patienten, sowohl Positiv als auch Verdachtsfälle.

Täglich dürfen alle anderen Patienten von ihrer festgelegten Person für maximal 30 Minuten besucht werden. Es gelten die AHA-Regeln (Abstand, Händewaschen, Alltagsmaske). Die Besuchszeiten sind am Wochenende und an den Feiertagen von 10 Uhr bis 16 Uhr und während der Woche von 12 Uhr bis 17 Uhr.

Abweichend von den genannten Regelungen ist die Begleitung Sterbender und Gebärender (durch den Kindsvater) auch außerhalb der Besuchszeiten möglich. In der Pädiatrie sind Besuche durch Eltern zugelassen. Ausnahmeregelungen gibt es auch für die Intensiv- und IMC-Stationen. Hier bittet das InnKlinikum darum, sich vor einem Besuch mit den behandelnden Stationen in Verbindung zu setzen. Grundsätzlich ruft das InnKlinikum dazu auf, jeden Besuch zu überdenken.

hs

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