Wohin wird die Behörde verlagert?

Mühldorf: Rätselraten um Söders Verlagerung

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Mühldorf/Waldkraiburg - Wer weiß was? Und vor allem: Was ist schon entschieden? Das Amt für ländliche Entwicklung weckt im Landkreis Begehrlichkeiten - und stiftet Verwirrung.

Die große Behördenverlagerung der Bayerischen Staatsregierung hat auch im Landkreis Mühldorf für Jubel gesorgt. Immerhin kommt das Amt für ländliche Entwicklung mit 141 Beschäftigten in den Landkreis. Bei den Gemeinden weckte dies freilich Begehrlichkeiten, gleich mehrere der größeren Kommunen im Landkreis wären gerne der neue Standort des Amts. Jüngst sorgten allerdings Gerüchte für Verwirrung. In der Waldkraiburger Stadtratssitzung am Dienstagabend sprach Bürgermeister Robert Pötzsch diese sogar offen an: Ist vielleicht schon entschieden, wohin das Amt genau verlagert wird? Kommt es in die Kreisstadt?

Zollner: "Es steht nicht schlecht für uns"

Es stehe im Raum, dass schon eine Entscheidung gefallen sei, sagte Pötzsch. Zugleich schränkte der Bürgermeister ein: Von Landrat Georg Huber habe er die Auskunft, dass noch nichts entschieden sei. Die Einschätzung des Landrats teilt auch die Mühldorfer Bürgermeisterin. Von Stadtrat Oskar Stoiber in der Mühldorfer Stadtratssitzung am Donnerstagabend auf die Aussage Pötzschs angesprochen, erklärte Marianne Zollner: "Es gibt noch keine definitive Entscheidung." Zugleich zeigte sich Zollner aber optimistisch, dass Mühldorf den Zuschlag bekommen könnte. "Es heißt, die Chancen stehen gut. Ich weiß, dass es nicht schlecht steht für uns."

Neben Waldkraiburg und Mühldorf haben auch die Gemeinde Ampfing und die Stadt Neumarkt-St. Veit ihr Interesse am Amt für ländliche Entwicklung bekundet. Die Waldkraiburger Bewerbung ist längst im Ministerium, der Waldkraiburger Stadtrat hat den Willen der Stadt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bekräftigt. Wie Pötzsch erklärte, habe man bei Minister Söder nachgefragt, ob schon etwas entschieden sei, und was man als Stadt für das Amt vorhalten müsse. Bislang warte man noch auf Antwort, so Pötzsch.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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