Mühldorfer Landrat vs. Ex-Fahrer vor Arbeitsgericht

Martin Wieser: "Ich bin froh, dass es vorbei ist!"

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Martin Wieser kann jetzt "wieder gut schlafen".
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Mühldorf - Der Streit zwischen Mühldorfs Landrat Georg Huber und seinem ehemaligen Chauffeur Martin Wieser wurde durch einen Vergleich vor dem Arbeitsgericht beendet.

UPDATE, 12 Uhr: Prozess endet mit Vergleich

Der Prozess endete mit einem Vergleich. Die Versetzung von Martin Wieser an den Bauhof des Landkreises Mühldorf ist damit gegenstandslos und der Rechtsstreit beigelegt

  • Das Arbeitsverhältnis in Vollzeit besteht weiter. 
  • Die Besoldung besteht weiter. 
  • Zunächst wird Wieser aber für 18 Monate bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden arbeiten. 
  • Seiner ehrenamtliche Tätigkeit als sogenannter Waldbrandbeobachter darf er weiterhin nachgehen. 

Neue Stelle als Sachbearbeiter im Bereich Asyl 

Landrat Georg Huber ließ sich von seinem Anwalt und einer Mitarbeiterin vor Gericht vertreten. Mehr als einmal musste die Verhandlung unterbrochen werden, weil die Mitarbeiterin offenbar telefonische Rücksprache mit Huber halten musste. 

Tatsächlich ging es nämlich um die Details dieses Vergleichs und die Bedingungen seitens des Arbeitgebers. Martin Wieser wird ab dem 1. August einen Job in der Verwaltung bekleiden. Von einem Verhältnis von 30% Registratur zu 70% Sachbearbeitung ist die Rede. 

Die Stelle wird im Bereich Asyl sein, wie Martin Wieser auf Nachfrage von innsalzach24.de erklärte. Er werde dafür auf eine Schulung geschickt. "Jetzt kann ich wieder gut schlafen", freut sich Martin Wieser. Er sei froh und erleichtert, dass es jetzt vorbei sei. "Ich habe einen tollen Rückhalt", sagte er und nannte seine Familie, Freunde und Arbeitskollegen.

Vorbericht:

Konkret geht es darum, dass Mühldorfs Landrat Georg Huber seinen langjährigen Chauffeur Martin Wieser im Februar diesen Jahres wegen seiner Mitgliedschaft in der AfD suspendiert und anschließend in den Bauhof versetzt hatte. Das will Wieser nicht akzeptieren - und klagte.

Ein Gütetermin hierzu Anfang Mai diesen Jahres hatte keine Einigung erbracht. Der gerichtliche Vertreter von Landrat Huber machte bei dem Termin damals kein konkretes Angebot, sondern schlug lediglich vor, dass man sich nach der Genesung von Wieser, der im Frühjahr an der Schulter operiert worden ist, zusammensetzen und eine Lösung finden solle. Diesen Vorschlag hatte Wiesers Anwalt abgelehnt. 

Wieser möchte als Fuhrparkmanager mit erweiterten Aufgaben in der Waldbrandbeobachtung arbeiten und fordere zudem eine Stelle als Personalrat, hieß es damals. Die AfD hatte nach der Suspendierung von Wieser sogar den Rücktritt von Huber als Landrat gefordert.

Deswegen kommt es am Mittwoch nun zur Hauptverhandlung. Und es könnte auch bereits ein Urteil fallen, wie ein Sprecher des Arbeitsgerichtes Mühldorf am Morgen auf Anfrage von innsalzach24.de erklärte.

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