Traditioneller Wirtschaftsempfang für den Mittelstand

IHK-Regionalausschuss: "Wir wollen auch Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren"

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Traditioneller Wirtschaftsempfang für den Mittelstand aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf: "Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen" (Markus Loserth)
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Mühldorf/Landkreise – „Der Mittelstand darf den Anschluss bei Industrie 4.0 nicht verlieren.“ So lautete das Thema auf dem traditionellen Wirtschaftsempfang der beiden Landkreise Mühldorf und Altötting in Kooperation mit der IHK und HWK am Donnerstagabend im Stadtsaal. Rund 600 waren dabei.

Der stellvertretende Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf Florian Loserth sprach in seiner Eröffnungsrede über den Umbruch in der Wirtschaft. Der laufe auf vollen Touren. Noch mehr als bisher müsse sich der Mittelstand auf Digitalisierung und Industrie 4.0 einstellen. „Bayern punktet in vielen Wirtschaftsbereichen“, sagte er, „aber China holt auf und hat uns in vielen Bereichen schon überholt."

Florian Loserth hielt die Eröffnungsrede auf dem IHK-Wirtschaftsempfang am Donnerstagabend im Mühldorfer Stadtsaal.

„Leitfaden für die neue Bundesregierung“

Was für den Mittelstand gelte, müsse von der Bundesregierung vorgelebt werden, so Loserth: „Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen.“ Er stellte einen 5-Punkte-Plan vor. Dieser stelle die Forderungen des Mittelstandes für die nächste Zukunft dar:

  • Breitbandausbau und Schließung von Funklöchern sowie eine flächendeckende Versorgung von 3G-Funknetzen.
  • Systemwechsel bei der Energie. Strom muss sicher und bezahlbar sein.
  • Bekämpfung des Fachkräftemangels in bestimmten Bereichen und Überarbeitung des Arbeitsrechts sowie des –marktes. Fachkräfte aus dem Ausland müssen leichter ins Land geholt werden können.
  • Eine angepasste Steuerpolitik. Keine –erhöhungen.
  • Überarbeitung der Gesetze, Vorschriften und Förderungen in punkto Datenschutz. „Das muss auch für den Mittelstand leist- und umsetzbar sein.“
Rund 600 waren auf dem Wirtschaftsempfang der beiden Landkreise Mühldorf und Altötting in Kooperation mit der IHK und HWK im Mühldorfer Stadtsaal.

Klare Forderungen

Früher wurde hier in der Region mit Salz gehandelt“, erklärte Loserth. „Was damals das weiße Gold war, sind heute Daten.“ Auch ging er besonders auf den Arbeitsmarkt ein. „Wir bekennen uns klar zum Ziel, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“

Klar: Wenn man sich nicht genau auskennt, dann fragt man jemanden, der es besser weiß. Gerade in Zeiten des Umbruchs sei bei aller Wichtigkeit, den Anschluss nicht zu verlieren, Information wohl das Wichtigste. So stellte Loserth zum Thema Industrie 4.0 im Anschluss an seine Eröffung den Gastredner Magnus Kalkuhl vor. Der ist Experte für Sicherheits- und Zukunftsunternehmen. In einem etwa halbstündigen Referat machte Kalkuhl auf unterhaltsame und vor allem deshalb nachvollziehbare Art und Weise klar, wo der Mittelstand, wo wir alle heute stehen in der digitalisierten Welt.

Magnus Kalkuhl hielt ein Impuslreferat.

Diskussionsrunde

Im Anschluss daran tauschten sich Stephan Mayer (MdB), Franz Obermayer (Vorstand compliant AG), Franz Obermayer (Bayerisches Landeskriminalamt) und Magnus Kalkuhl in einer von einer Moderatorin geleiteten Dialogrunde nach Fernsehvorbild zum Thema Industrie 4.0 aus.

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