Mühldorf und seine Nachbargemeinden

Stadtrat Stoiber: Im Notfall muss es schnell gehen!

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Mühldorf/Landkreis - Gleiche Straßennamen in Mühldorf und den Anrainer-Kommunen könnten zu Missverständnissen bei Rettungsdienst und Feuerwehr führen, so Stadtrat Oskar Stoiber auf der letzten Sitzung des Bauausschusses der Kreisstadt.

Dass im Notfall alles glatt geht und dass allen erdenklichen Missverständnissen bei Rettungsdienst und Feuerwehr im Notfall vorgebeugt ist: Das will Stadtrat Oskar Stoiber. So richtete er sich auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses an das Gremium, respektive die Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner.

Im Notfall muss es schnell gehen

Vorausgegangen war eine Anfrage der Gemeinde Polling an die Stadt Mühldorf wegen möglicher gemeinsamer Interessen der beiden Kommunen bezüglich eines Bauvorhabens auf Seiten Pollings. Stoibers Anfrage schlägt in eben diese Kerbe: In Polling wie auch in Mühldorf gibt es nämlich eine Traunstraße und an diesem Beispiel trug Stoiber sein Anliegen vor: Er regte an, dass sich Mühldorf mit seinen Nachbargemeinden über "gleichlautende Straßennahmen in Grenznähe“ abspricht. Seine Befürchtung: Mögliche Missverständnisse und Verwechslungen bei Rettungsdienst und Feuerwehr.

Wer von beiden Kommunen nun zuerst seine Traunstraße so genannt hat, sei nicht von Belang, so Oskar Stoiber am Montaggmittag gegenüber innsalzach24.de. Ihm, der nach eigenen Angaben selbst viele Jahre im Rettungsdienst tätig war, gehe es einzig und allein darum, dass die Einsatzkräfte auf dem schnellsten Weg genau dahin kommen, wo sie gebraucht werden und nicht etwa wegen gleichlautender Straßennamen Verwechslungen auftreten und Feuerwehr und Rettungsdienst lange suchen müssen, während im Ernstfall vielleicht wertvolle Minuten vergehen.

Im Notfall geht es für gewöhnlich schnell

Auf Nachfrage von innsalzach24.de bei Feuerwehr und Rettungsdienst in Mühldorf sagten die beiden Sprecher jeweils aber

  • dass es so ein Problem nicht gebe und
  • dass die Einsatzfahrzeuge seien mit GPS Geräten gesteuert seien, so dass sie die Leitstelle nötigenfalls per Funk zum Einsatzort lotsen könnte.

Der Rettungsdienst Mühldorf teilte darüber hinaus mit, dass die Fahrzeuge nach dem Eingang des Notrufs in der Rettungsleitstelle bereits mit entsprechenden Daten auf einer Art Navi gefüttert seien, wenn die Besatzung ausrückt. Die moderne digitalisierte Welt mache dies möglich.

Fünf wichtige "Ws" für den Notfall

Die einzige Fehlerquelle seinen die Angaben der Melderin, des Melders. Hier sei das Personal in der Rettungsleitstelle geschult, den Menschen auch in größter Aufregung, in der sie sich je nach Notfall befinden können, durch die wichtigen W-Fragen zu helfen. Diese sind:

  • Was ist geschehen?
  • Wo ist es geschehen?
  • Wie viele Verletzte?
  • Welcher Art sind die Verletzungen?
  • Warten auf Rückfragen!

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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