"Rama dama" in Mühldorf

So eine Sauerei: 200 Kilo Müll in nur zwei Stunden

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200 Kilo Müll in nur zwei Stunden haben die Freiwilligen von "WIR gemeinsam" und der "Naturfreunde" Mühldorf gesammelt
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Mühldorf - Mehr als 200 Kilo Müll haben Freiwillige am Samstagvormittag aus dem Gelände "Am Stadtwall" in Mühldorf gesammelt. Marianne Zollner, Erste Bürgermeisterin der Kreisstadt, bedankte sich persönlich.

Rama dama“ – Dieser bayerische Titel für die Idee, 

  • gemeinsam aufzuräumen
  • gemeinsam anzupacken
  • gemeinsam etwas zu bewegen

wird dem damaligen Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer zugeschrieben. Gut, bei Wimmer hatte „Rama dama“ einen anderen Hintergrund: Hier geht es um die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bayerischen Landeshauptstadt aber noch heute hat „Rama dama“ – in Hochdeutsch wohl so was wie „Lasst uns aufräumen“ – Zugkraft. Am Samstagmittag holten 21 wackere Kämpfer für einen müllfreien Stadtwall in Mühldorf auch unter dem letzten Blatt hervor, was eigentlich in den Abfalleimer gehört.

So eine Sauerei: Ganze Müllsäcke haben die Freiwilligen im Gelände am Stadtwall in Mühldorf gefunden

Frühling zwischen Inn und Salzach

Der Schnee ist weg, die Temperaturen steigen, die ersten Boten des Frühlings sprießen aus dem Boden. Da ist es traurig zu sehen, wie viel achtlos oder gar mit Vorsatz weggeworfener Müll dieses Stimmungsbild der erwachenden Natur stört und – ja –es ist richtig viel Müll

  • Glas, 
  • Plastik, 
  • die Reste von der Mittagspause samt Verpackung: 

Die Zahl an Zigarettenkippen sei dagegen fast schon zu vernachlässigen, so Holger Lüttich Leiter der Regionalgruppe Altötting-Mühldorf von „WIR gemeinsam“, der dieses „Rama dama“ am Stadtwall in Mühldorf zusammen mit den „Naturfreunden Mühldorf“ organisiert hatte.

Die Stadt, namentlich die Ersten Bürgermeisterin Marianne Zollner, sei auf Anhieb begeistert gewesen von diesen Vorschlag. Die Bereitstellung von Müllsäcken und -kneifern sowie Handschuhen und Westen habe ohne größere Probleme geklappt, so Holger Lüttich.

Zwei Stunden = Mehr als 200 Kilo Müll

Was sie nicht alles gefunden haben am Samstagvormittag in der Kreisstadt: Schaumstoffmatten, einen Handyakku, sogar ein offenbar abgeliebtes SpongeBob-Stofftier ist dabei neben vielen Bier-, Wein- und Schnapsflaschen. Besonders traurig daran ist, dass im gesamten Gelände regelmäßig Abfalleimer stehen und meist gerade dort, wo einer steht, im direkten Umfeld der meiste Müll zu finden ist.

So eine Sauerei: 200 Kilo Müll in nur zwei Stunden

Zwei Stunden waren die 21 wackeren Kämpfer für einen schöneren Stadtwall in Mühldorf unterwegs. Bereits nach einer Stunde waren die ersten Müllsäcke voll. Am Ende werden es Schätzungen zufolge mehr als 200 Kilo Müll gewesen sein, den sie gesammelt haben.

So viel Einsatz muss belohnt werden

„Rama dama“ am Stadtwall in Mühldorf: Eine Leistung von überzeugten Freiwilligen, die an der Ersten Bürgermeisterin der Kreisstadt natürlich nicht achtlos vorbei ging. Von einer Rücksichtslosigkeit gegenüber der Allgemeinheit sprach Marianne Zollner am Samstagmittag beim Anblick der gefüllten Müllsäcke.

von links: Anneliese Hohenester, Holger Lüttich, Marianne Zollner

Sie freue sich sehr für das Engagement von „Wir gemeinsam“ und der „Naturfreunde“. Als Dank hatte es bereits im Wasserschlössl Verpflegung gegeben und im Rathaus stand schließlich eine Brotzeit für alle, die so tapfer der Vermüllung des Stadtwalls die Stirn geboten haben, bereit, gestiftet von Anneliese Hohenester. Die Stadt Mühldorf sorgte für die Getränke. Sich an der Verpflegung der Freiwilligen Helfer zu beteiligen sei das Mindeste, das Mühldorf tun kann, so Zollner. Dankbar sei sie für diesen Einsatz. 

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