Kompromiss doch in Sicht?

Flutmulde: Zollner signalisiert Entgegenkommen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Das Baugebiet an Flutmulde und Teufelsgraben

Mühldorf - Beim Baugebiet an Flutmulde und Teufelsgraben steht ein möglicher Kompromiss im Raum. Jetzt müssen sich die Anwohner aber wohl ein Stück bewegen.

Der Vorschlag des Petitionsausschusses, den Durchfluss unter der B12 zu erweitern, könnte eine Einigung in der Debatte über das Baugebiet an Flutmulde und Teufelsgraben bringen. Wie bereits berichtet, nannte Anwohner Günther Plachenberger die angeregte Erweiterung einen "Teilfortschritt". Er könne aber noch nicht abschätzen, ob man unter diesen Umständen auf eine Klage verzichten würde, schränkte Plachenberger ein.

Bürgermeisterin Marianne Zollner signalisiert nun gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger Entgegenkommen, formuliert aber auch die Bedingungen: "Kompromiss heißt, dass beide Seiten aufeinander zugehen." Denn nur wenn die Anwohner eine Klage tatsächlich verzichten würden, könnte die Stadt aktiv werden. "Wir müssen das natürlich im Stadtrat besprechen und dann prüfen, was das kosten würde. Schließlich handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt."

Zollner kann sich "Erweiterung vorstellen"

Laut Gutachten reicht der Durchfluss unter der B 12 nämlich auch bei einem sogenannten 100-jährigen Hochwasser plus 15 Prozent aus. Zollner gesteht aber zu, dass ein größerer Durchfluss die Gefahr von Ablagerungen reduzieren könne. Dem dient laut Zollner auch die Entfernung der privaten Einbauten im Teufelsgraben, zu dem die Anwohner bereit seien. "Wenn wir uns auf den Kompromiss einigen, könnte ich mir die Erweiterung vorstellen." Sie macht aber auch klar, wie das Vorgehen aus ihrer Sicht auszusehen hat: "Weitere Schritte wird es erst geben, wenn der Kompromiss steht."

Seit Monaten warten Grundstückskäufer darauf, dass sie mit dem Bau in dem Gebiet beginnen können. Derzeit fürchten viele die fehlende Rechtssicherheit und warten deshalb ab.

hon/bla

Zurück zur Übersicht: Mühldorf am Inn

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser