16,9 Prozent weniger als im Vorjahr

In Mühldorf gehen Gewerbeanmeldungen stark zurück         

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Mühldorf - Immer weniger Landkreisbewohner wollen Chef im eigenen Unternehmen werden. Insgesamt meldeten im Landkreis Mühldorf 897 Menschen ein Gewerbe an, 16,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Damit fällt der negative Trend bei den Gewerbeanmeldungen deutlich stärker aus als im bayerischen und oberbayerischen Durchschnitt. Hier gingen die Existenzgründungen um 3,3 bzw. 4,7 Prozent zurück.

Vor allem das Interesse, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen, hat im Landkreis Mühldorf spürbar nachgelassen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sanken die Betriebsübernahmen um 21,8 Prozent auf 86. Aber auch die Anzahl der Neugründungen sinkt weiter:Insgesamt meldeten im vergangenen Jahr 811 Newcomer einen Betrieb an (minus 16,4 Prozent).

Grund für den allgemeinen Rückgang ist nach Ansicht der IHK für München und Oberbayern die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. "Wir haben im vergangenen Jahr mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent im Landkreis ein Topniveau erreicht", sagt Ingrid Obermeier-Osl, IHK- Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Gremiums Altötting-Mühldorf. Damit nehme jedoch auch das Interesse an einer unternehmerischen Selbstständigkeit ab. "Wer die Wahl hat", so Obermeier-Osl, "entscheidet sich in konjunkturellen Hochzeiten eher für die sichere Variante der Festanstellung".

Wer den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit wagt, gründet im Landkreis am häufigsten ein Dienstleistungsunternehmen, gefolgt von Handelsunternehmen und Baufirmen. Bei den bestehenden Unternehmen wechselten die meisten Firmen im Handel ihren Besitzer (30,2 Prozent aller Betriebsübernahmen).

Pressemitteilung IHK für München und Oberbayern

Rubriklistenbild: © dpa

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