Bürgermeister-Stichwahl in Mühldorf am 30. März

Welche Wahlempfehlung geben die Verlierer?

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Marianne Zollner (SPD, rechts) und Karin Zieglgänsberger (Freie Mühldorfer) stehen in der Stichwahl. Welche Kandidatin werden die Wahlverlierer ihren Anhängern empfehlen?
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Mühldorf - Nach der Wahl ist vor der Stichwahl: Mit ihren Empfehlungen könnten die drei unterlegenen Bürgermeisterkandidaten zum Zünglein an der Waage werden.

Stefan Lasner (CSU), Andreas Seifinger (UWG) und Dr. Georg Gafus (Grüne) waren am Sonntagabend die drei Verlierer der Mühldorfer Bürgermeisterwahl. Alle drei Kandidaten hätten sich mehr Stimmen ausgerechnet und auf den Einzug in die Stichwahl gehofft. Mit 17,87 Prozent war Lasner noch am nächsten dran, doch auch er musste sich klar Karin Zieglgänsberger (Freie Mühldorfer) geschlagen geben, die auf 25,38 Prozent der Stimmen kam. Ohnehin uneinholbar war Marianne Zollner (SPD) mit 39,54 Prozent.

Die Reaktionen der beiden Wahlsiegerinnen

Enttäuschung bei Lasner, Seifinger und Gafus

"Es ist natürlich ein bisschen Enttäuschung da. Es war aber in der letzten Woche absehbar aufgrund eines Statements eines CSU-Kollegen in der Zeitung", erklärte Lasner am Wahlabend im Interview mit innsalzach24. Damit spielte der CSU-Politiker auf eine Anzeige an, die Altlandrat Erich Rambold im Mühldorfer Anzeiger geschaltet hatte. Darin hat sich die CSU-Größe für FM-Kandidatin Karin Zieglgänsberger ausgesprochen. "Er ist uns da ein bisschen in den Rücken gefallen", sagte Lasner.

Ernüchterung herrschte auch bei Andreas Seifinger und Dr. Georg Gafus. "Ich hätte mir deutlich mehr Stimmen erwartet. Ich dachte, dass ich über 20 Prozent komme", erklärte Seifinger. "Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend für mich persönlich", sagte Gafus. "Ich halte mich nach wie vor, was die Qualifikation angeht, als Stadtrat und Kreisrat für das beste Angebot, das die Mühldorfer gehabt hätten."

Nun müssen sich die Mühldorfer zwischen den beiden "Angeboten" Zollner und Zieglgänsberger entscheiden. Zollner geht mit ihrem (Etappen-)Sieg im ersten Wahlgang als Favoritin auf die Schlussgerade, weshalb Zieglgänsberger aber keineswegs chancenlos ist. Immerhin rund 35 Prozent der Wähler haben am Sonntag weder Zollner noch Zieglgänsberger gewählt und dürfen sich nun neu entscheiden. Zum Zünglein an der Waage könnten deshalb die Wahlverlierer werden. Sie könnten mit einer Wahlempfehlung einer Kandidatin die entscheidenden Stimmen verschaffen.

Die Stimmen der Wahlverlierer

CSU entscheidet heute Abend über Wahlempfehlung

Grundsätzlich machen sich alle drei Kandidaten - gemeinsam mit ihren Parteien - Gedanken über eine Wahlempfehlung. Eine Entscheidung haben sie aber noch nicht gefällt. Stefan Lasner erklärte auf Nachfrage, man werde zunächst das Ergebnis der Stadtratswahl abwarten und sich dann innerhalb der Partei besprechen. Die Resultate der Stadtratswahl liegen nun vor, die CSU kommt auf acht Sitze, auch Lasner zieht in den Stadtrat ein. Wie Lasner heute mitteilte, wird die CSU heute eine Fraktionssitzung abhalten und über eine mögliche Wahlempfehlung beraten. Zu seiner persönlichen Präferenz wollte sich Lasner vorab nicht äußern.

"Wir werden uns jetzt einfach mal in Ruhe zusammensetzen und mal sehen, wie wir die Sache sehen", erklärte Andreas Seifinger. Allerdings heiße das noch lange nicht, dass die Wähler der UWG es dann genauso sehen müssten. "Da muss man jetzt erst einmal ein bisschen abwarten."

Grüne laden die Kandidatinnen zur Versammlung ein

Auch Dr. Georg Gafus möchte die Entscheidung über eine Wahlempfehlung gemeinsam mit seinen Parteikollegen treffen. "Wir werden am kommenden Freitag eine Mitgliederversammlung haben. Da sind die beiden Kandidatinnen eingeladen sich vorzustellen, sich zu präsentieren. Dann werden wir miteinander reden und dann müssen wir uns entscheiden, ob der Ortsverband eine Empfehlung abgibt", erklärte Gafus. Er persönlich sei ein bisschen hin- und hergerissen. Bei Streitthemen wie dem Stadtplatz 58 und dem Sportzentrum habe man mit Karin Zieglgänsberger sehr viele Berührungspunkte gehabt. "Das würde für die Karin Zieglgänsberger sprechen." Als Grüner stehe ihm sonst natürlich programmatisch die SPD näher, so Gafus.

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