1716 Briefe in Keller gebunkert statt sie zuzustellen?

Angeklagte erscheint nicht: Prozess in Mühldorf vertagt

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Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - Eine Zustellerin soll 1716 Briefe nicht ausgeliefert, sondern in einem Keller gebunkert haben. Nun sollte sich die Frau am Mittwochvormittag vor dem Amtsgericht Mühldorf verantworten.

Update, Mittwoch, 13.40 Uhr:

Eine halbe Stunde wartete das Gericht. Dann musste wohl oder übel entschieden werden, den Prozess zu vertagen. Denn die Angeklagte erschien schlicht nicht zur Verhandlung. 

Daher entschied der vorsitzende Richter, die Verhandlung zu einem noch nicht bestimmten Termin erneut anzusetzen. 

Der Vorbericht, Dienstag, 16 Uhr:

Eine Mitarbeiterin eines privaten Postzustelldienstes in einem Nachbarlandkreis soll im Jahr 2016 Unmengen an Post nicht zugestellt und diese stattdessen in einem Kellerraum gebunkert haben. Herausgekommen sein soll das Vorgehen der Frau im Januar diesen Jahres, als ein Nachbar in der überquellenden blauen Tonne des Mietshauses eine große Tasche voller Post fand. In einem Kellerraum sollen dann noch einmal insgesamt 15 Taschen und Kartons mit nicht ausgelieferter Post, Katalogen, Briefen, Schreiben von Versicherungen und Mitteilungen an Kunden in Waldkraiburg entdeckt worden sein, ausschließlich aus dem Jahr 2016.

Die Polizei konnte zunächst keine Aussage zur Schadenshöhe machen, da keine Anzeige aus dem Jahr 2016 zu verlorener Post vorlag.

Ähnlicher Fall 2017 

Mitte 2017 musste sich ein Postzusteller in Altötting vor Gericht verantworten. Der Vorwurf gegen ihn lautete, dass er mehr als 1.000 Postwurfsendungen im Wald nahe Neuötting entsorgt habe.

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