Vortragsabend der Sparkasse

Welt ohne Zinsen? Was bedeutet das?

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Bildunterschrift von rechts: Dr. Stefan Bill Vorsitzender des Vorstandes, Christian Braun Marktbereichsleiter, Dr. Ulrich Kater Chefvolkswirt DekaBank, Bernd Renschler Mitglied des Vorstandes, Karl Straßer stv. Vorsitzender des Vorstandes, Christian Schneider Marktbereichsleiter

Mühldorf - Seit Jahren erlebt Europa eine Niedrigzinsphase. Doch was bedeutet das eigentlich? Bei einem Vortragsabend der Sparkasse gab es darauf Antworten.

Nach dem Motto „MEHR MENSCH. MEHR LEISTUNG. MEHRWERT.“ hat die Sparkasse Altötting-Mühldorf ihre Kunden zu einer interessanten Vortragsveranstaltung in den Stadtsaal Mühldorf eingeladen. Über 500 Gäste wurden mit dem Film „Was macht meine Sparkasse aus“ auf den Abend eingestimmt.

Dr. Stefan Bill, Vorsitzender des Vorstandes begrüßte zu dieser Veranstaltung den Referenten Dr. Ulrich Kater. Der Redner ist Chefvolkswirt der DekaBank sowie aus Funk und Fernsehen als Spezialist bekannt. „Zinslos glücklich?“, diese Frage stellte Kater dem Publikum und erläuterte in seiner Rede die aktuellen Vorgänge im Finanzgeschäft. Er erklärte die Hintergründe für alle Zuhörer aufschlussreich und verständlich.

Besonders auf die derzeitige Situation in Griechenland ging Dr. Kater ausführlich und intensiv ein. Falls es zu einem Austritt aus dem Euro kommen sollte, sieht der Volkswirt darin vor allem eine politische Bedeutung, aber keine Gefahr für den Finanzmarkt.

Des weiteren erteilte der Spezialist Auskunft über die gegenwärtige Niedrigzinssituation und erklärte den Zuhörern wie es dazu gekommen ist: In einer Grafik des Kreditzyklus war der Schuldenanstieg seit ca. 20 Jahren sowohl im privaten, aber auch im gewerblichen Bereich eindeutig ersichtlich. Um den Rückgang der Verschuldung und damit finanzielle Stabilität zu erreichen, waren und sind niedrige Leitzinsen unumgänglich. Da bereits die Vergangenheit gezeigt hat, dass der Abbau der Verschuldungen mindestens genau so lange dauert, wie deren Aufbau, ist weiterhin eine längerfristige Niedrigzinssituation wahrscheinlich.

 „An dieser Stelle ist es natürlich interessant, welche Möglichkeiten es gibt, hierauf zu reagieren“, so Kater. Erfolgt die Anlage weiterhin allein über das Bankensystem, kann ein Inflationsausgleich nicht gewährleistet werden. Eine Alternative dazu wäre die Anlage direkt in der Wirtschaft, z. B. in Form von Wertpapieren. Damit kann der Inflation entgegengewirkt werden und Kaufkraft bliebe erhalten.

Kater zeigte den Gästen auf, dass der Großteil des Geldvermögens privater Haushalte derzeit in Anlageformen verwaltet wird, die kaum Renditen erwirtschaften. Er gab Anstoß, dass es durchaus sehr sinnvoll sei, für Teile des Vermögens andere Anlagen zu über denken. Da es jedoch bei dieser Thematik um viel Individualität geht, ist dazu ein umfassendes Beratungsgespräch äußerst wichtig.

„Es freut mich, dass wir mit dieser Kundenveranstaltung so viel Interesse wecken und Sie dadurch optimal informieren konnten“, bedankte sich Dr. Bill bei den Gästen. Außerdem sprach er seinen Dank an den Chefvolkswirt der Deka aus. „Mit Ihrem kurzweiligen und wissenswerten Vortrag haben Sie den Abend unwahrscheinlich bereichert und uns alle sachkundig sowie fundiert unterhalten“, so Dr. Bill.

Der Redner stand anschließend noch für Fragen zur Verfügung. Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung mit einer Zusammenfassung der beiden Marktbereichsleitern der Sparkasse, Christian Braun und Christian Schneider. Vor und nach den Ansprachen hatten die Besucher die Möglichkeit, sich mit ihren Beratern auszutauschen.

Pressemitteilung Sparkasse Altötting-Mühldorf

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