Viele Erlebnisstationen beim Klimaschutztag

Wie viel Strom kann man mit dem Fahrrad produzieren?

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„Erlebnisstation Autarkie“: Landrat Georg Huber bei der Energiegewinnung.

Mühldorf - Auf ein buntes Programm ganz im Sinne des Klimaschutzes konnten sich die rund 100 Besucher des diesjährigen Klimaschutztages im Landkreis Mühldorf freuen.

Nach dem Motto „erleben, genießen, informieren“ gab es bei den einzelnen Erlebnisstationen für die ganze Familie viel zu entdecken. Prominenter Gast war neben Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch auch Staatsminister Dr. Marcel Huber

Hoher Besuch bei Inspektor Energie:(v.l.n.r.) Marie-Theres Probst, Landrat Georg Huber, Staatsminister Dr. Marcel Huber, stellvertretender 2. Landrat Alfred Lantenhammer sowie der Abgeordneten Günther Knoblauch

Nach der Begrüßung durch Marie-Theres Probst, Fachbereichsleiterin für Energiemanagement, sagte Landrat Georg Huber, dass Klimaschutz im Landkreis kein neues Thema sei: „Bereits vor einigen Jahren hat sich der Landkreis Mühldorf den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben und mit verschiedenen Maßnahmen den Weg zu einem klimafreundlichen Landkreis geebnet.“ 

Mitmachtheater für die Kinder

Auf für die Kleinen war etwas geboten.

Spannung pur gab es im Puppentheater mit Inspektor Energie, alias Rainer Gutermann und Assistentin: Auf unerklärliche Art und Weise war der defekte Akkuschrauber des „Sammelseppel“ verschwunden. Hat das nimmersatte Müllmonster oder die allesfressende Hausmülltonne damit zu tun? Nur mit großer Mühe und unter ambitionierter Mithilfe der Kinder im Publikum gelang es Inspektor Energie, den Täter zu überlisten und den Akkuschrauber vor der falschen Entsorgung zu retten

Dann hieß es „mitmachen“ und selber herausfinden, warum der Akkuschrauber auf keinen Fall in die graue Tonne gehört. „Woher nimmt das Gerät seine Energie? Was geschieht, wenn die Energiequelle versiegt? Wie kann man einen Akku mit Sonnen- oder Windenergie wieder aufladen?“ Fragen über Fragen, die Inspektor Energie mit den kleinen Spürnasen kindgerecht und phantasievoll klärte.

Wie viel Strom kann man beim Radeln produzieren?

Bei der Erlebnisstation „Autarkie“ probierten die Besucher auf einem Fahrrad selber aus, wie viel Strom sie mit eigener Körperkraft produzieren können. Unter fachkundiger Anleitung konnte nach einem Baukastenprinzip die Strom- und Wärmeversorgung in den eigenen vier Wänden mit Erneuerbaren Energien nachgebildet werden. 

Schnell wurde klar, dass es viele Möglichkeiten mit teilweise sehr geringem Aufwand gibt, um Erneuerbare Energien selber zu produzieren und zu nutzen. Bei einer kostenlosen Energieberatung kamen die Besucher den eigenen Plänen und Ideen zum energieeffizienten und –bewussten Wohnen einen großen Schritt näher.

Upcyclingworkshop und Reparier-Treff

So manchem Besucher lief bei der Kochvorführung das Wasser im Mund zusammen.

Bei einer Kochvorführung konnten die Besucher die leckeren Gerichte aus regionalen und saisonalen Produkten gleich probieren. Rezepthefte und Saisonkalender für Obst und Gemüse zum mitnehmen luden zum nachkochen und selber ausprobieren ein. Reger Betrieb war auch beim „Upcyclingworkshop“, wo aus alten Kalenderblättern mit einfachen Handgriffen und Hilfsmitteln tolle Geschenktüten gebastelt wurden. Mit den verschiedenen Motiven, die zur Auswahl standen, konnten für jeden Anlass passende Tüten hergestellt werden. 

Beim Reparier-Treff wurden kurzerhand eine Fernbedienung und eine Kaffeemaschine repariert und so zur weiteren Verwendung „fit“ gemacht. Ganz im Sinne der Abfallvermeidung und Wiederverwendung von Gegenständen stellte Markus Heiml, Fachbereichsleiter für Abfallwirtschaft, den neuen Tausch- und Verschenkemarkt im Landkreis vor, der auf der Internetseite www.verschenkemarkt-muehldorf.de zu finden ist.

Probefahrt im E-Mobil

Weitere Informationsstände zum Stromspar-Check der Arbeiterwohlfahrt und zu Fortbildungsmöglichkeiten des Bildungszentrums Mühldorf der Handwerkskammer für München und Oberbayern sowie Probefahrten mit Elektroautos rundeten das umfangreiche Programm des Klimaschutztages ab.

Am Ende wurde schließlich noch der Film „Power to Change – die Energierebellion“ gezeigt. Anhand praktischer Beispiele war zu sehen, mit welchen Projekten die Energiewende vorangebracht werden kann. Eines wurde an diesem Tag den Besuchern deutlich: Im täglichen Leben gibt es mehr Möglichkeiten, etwas für den Klimaschutz zu tun, als man vielleicht denkt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

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