A94 bei Mühldorf am Samstag stundenlang gesperrt

Auto rast in Stauende: Waldkraiburger (31) tot - mehrere Verletzte

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Mühldorf - Auf der A94 (München - Passau) haben sich am Samstagnachmittag, 7. Dezember, gleich zwei (schwere) Unfälle ereignet. Ein Autofahrer kam dabei ums Leben. Die Autobahn war deswegen stundenlang total gesperrt. *Verkehrsmeldungen*

UPDATE, 8. Dezember, 12.25 Uhr - Pressemitteilung Polizei

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Am Samstag, 7. Dezember, gegen 16 Uhr, fuhr ein 78-jähriger Mann aus Dachau mit seinem Mitsubishi auf der A 94 von München in Richtung Passau. Zwischen den Anschlussstellen Mühldorf-Nord und Töging kam er alleinbeteiligt und ohne erkennbaren Grund nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte gegen den Sockel einer Notrufsäule, überschlug sich an der Böschung und blieb auf dem Dach liegen. Der Mann konnte von Ersthelfern zusammen mit den alarmierten Feuerwehren aus dem Fahrzeug befreit werden. Der Fahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Kreiskrankenhaus nach Altötting eingeliefert. Im Fahrzeug befand sich auch noch sein kleiner Hund. Dieser blieb unverletzt. Er wurde aber von der Freiwilligen Feuerwehr vorsorglich zu einem Tierarzt verbracht.

Die Autobahnmeisterei der Isentalautobahn wurde ebenfalls verständigt. Der Mitsubishi wurde total beschädigt. Er war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Freiwillige Feuerwehr war zur Sicherung der Unfallstelle und zur Verkehrsregelung im Einsatz. Der rechte Fahrstreifen wurde in Fahrtrichtung Passau gesperrt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergung des Fahrzeuges kam es zu einem Rückstau auf der Autobahn.

Am Stauende kam es gegen 16.30 Uhr zu einem Folgeunfall. Ein 31-jähriger Mann aus Waldkraiburg war mit seinem VW Golf in Richtung Passau unterwegs. Er fuhr laut Zeugenaussage zu schnell an das Stauende heran und übersah, dass sich der Verkehr verlangsamt hatte. Er wollte noch ausweichen, stieß aber gegen das Heck eines stehenden Kleintransporters. Durch die Wucht des Anstoßes drehte sich der Kleintransporter und kam entgegen der Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. D

er Fahrer des VW-Golf wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Sein Beifahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Kreiskrankenhaus nach Mühldorf verbracht. Der 46-jährige Fahrer des Kleintransporters aus dem Landkreis Rottal-Inn bleib unverletzt. Seine 41-jährige Ehefrau und seine mitfahrende zwei Monate alte Tochter wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie wurden ins Kreiskrankenhaus nach Altötting eingeliefert.

Am VW-Golf entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro. Am Kleintransporter entstand ein Sachschaden von circa 10.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Von der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde zur Klärung der Unfallursache ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben. Ein Sachverständiger war an der Unfallstelle. Die beiden Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Mößling, Erharting , Ampfing, Mühldorf, Altmühldorf, Töging und Winhöring sowie die Autobahnmeisterei der Isentalautobahn waren zur Sicherung der Unfallstelle und Reinigung der Fahrbahn sowie zur Verkehrsregelung im Einsatz. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge war die A94 in Fahrtrichtung Passau für etwa vier Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr wurde von der Autobahn aus- und umgeleitet.

Pressemeldung Autobahnpolizei Mühldorf

UPDATE, 8. Dezember, 7.25 Uhr - Autofahrer stirbt an Stauende

Jetzt ist klar: Der schwere Folgeunfall auf der A94 hat ein tödliches Ende genommen: Der Fahrer eines VW Golf fuhr am Samstagnachmittag, gegen 16.35 Uhr, auf der A94 von München in Richtung Passau. Etwa zweieinhalb Kilometer nach der Ausfahrt Mühldorf-Nord bildete sich ein Stau aufgrund eines Verkehrsunfalles (siehe Update 20.55 Uhr). Vermutlich erkannte der Fahrer die Situation zu spät und wollte noch auf die Rettungsgasse ausweichen. Zeitgleich wechselte gerade ein Klein-Lastwagen die Fahrspur, da die Feuerwehr den rechten Fahrstreifen gesperrt hatte.

Der Golf krachte mit hoher Geschwindigkeit in das Heck des Kleinlasters, wobei die ganze Fahrerseite des Autos aufgerissen wurde. Der Fahrer verstarb sofort, sein Beifahrer wurde vom Roten Kreuz versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Insassen des Kleinlasters, darunter ein Kind, wurden ebenfalls vom Bayerischen Roten Kreuz versorgt. Weitere Details zur Identität des Toten sind bislang nicht bekannt.

Tödlicher Unfall auf A94 bei Mühldorf-Nord

Von der Staatsanwaltschaft wurde im Anschluss ein unfallanalytisches und ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben Die Autobahn war bis kurz vor 21 Uhr am Samstagabend gesperrt. 

UPDATE, 22.30 Uhr

Zum (zweiten) Unfall am Stauende und zum Gesundheitszustand der dort Beteiligten lagen auch am späten Samstagabend noch keine weiteren genauen Erkenntnisse vor. Fest steht bislang nur, dass ein weißes Fahrzeug offenbar mit hoher Geschwindigkeit auf einen Kleinlaster aufgefahren sein soll.

Weitere Informationen folgen am Sonntagmorgen!

UPDATE, 21 Uhr - A94 wieder frei

Soeben wurde gemeldet, dass die Unfallaufnahme sowie die Aufräumarbeiten jetzt abgeschlossen sind und die Autobahn vor wenigen Minuten wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

UPDATE, 20.55 Uhr - Notrufsäule als "Sprungschanze"

Nun gibt es weiterführende Informationen zum ersten Unfall: Ein älterer Mann war gegen 16 Uhr mit seinem Auto auf der A94 von München in Richtung Passau unterwegs. Circa drei Kilometer nach der Anschlussstelle Mühldorf-Nord kam er aus bisher unbekanntem Grund nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr etwa 200 Meter in der Wiese entlang - bis eine Notrufsäule kam. Das Fundament wirkte wie eine Sprungschanze und der Wagen überschlug sich. Auf dem Dach gelandet, war Fahrer in seinem Fahrzeug eingeschlossen. 

Die alarmierten Feuerwehren aus Mößling, Erharting, Ampfing, Winhöring, Altmühldorf, Mühldorf sowie die Kreisbrandinspektion Mühldorf rückten zur Unfallstelle aus. Auch ein Rettungswagen sowie ein Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst und eine Streife der Autobahnpolizei Mühldorf eilten zu dem Unfall. Die verletzte Person wurde von der Feuerwehr gerettet, vom Roten Kreuz versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein kleiner Hund wurde gerettet und von den Floriansjüngern betreut.

Auto überschlägt sich alleinbeteiligt auf A94

Eine gute halbe Stunde später, gegen 16.35 Uhr, ereignete sich am Stauende ein schwerer Folgeunfall. Deswegen war die Autobahn auch am Abend noch gesperrt. Hierzu liegen derzeit keine weiteren Informationen vor.

UPDATE, 20.20 Uhr:

Die Autobahn ist laut Verkehrsmeldungen und dem Verkehrsportal bayerninfo.de weiterhin gesperrt. Verkehrsteilnehmern wird weiterhin empfohlen, die Umleitung "U31" zu nutzen. Wann die Sperrung aufgehoben wird, ist weiter unklar.

UPDATE, 18.55 Uhr - Stau hat sich aufgelöst

Der Bereich zwischen den beiden Unfallstellen, in denen viele Verkehrsteilnehmer im Stau "eingezwickt" waren, ist inzwischen geräumt. Die Autobahn ist bei Mühldorf-Nord aber nach wie vor gesperrt. Dort erfolgt derzeit die Unfallaufnahme des zweiten Unfalls, wie soeben von vor Ort gemeldet wurde. Auch ein Gutachter ist dort im Einsatz. Erst danach kann die Fahrbahn Richtung Passau wieder freigegeben werden.

Bei dem zweiten Unfall wurde mindestens eine Person schwerst verletzt. Weitere Hintergründe sind derzeit unbekannt. Insgesamt ist bei beiden Unfällen laut Medienberichten von mehreren Verletzten die Rede.

UPDATE, 17.45 Uhr - Stau soll aufgelöst werden

Gute Nachrichten für alle Verkehrsteilnehmer, die bislang im Stau standen: Diese sollen in Kürze in Schrittgeschwindigkeit ausfahren können. Priorität haben jedoch zunächst einige Einsatzfahrzeuge, die sich ebenfalls im Stau befanden. Bei Mühldorf-Nord bleibt die Autobahn in Fahrtrichtung Passau allerdings weiterhin gesperrt. Wie lange dies andauern wird, ist derzeit unklar.

UPDATE, 17.20 Uhr - A94 wohl noch einige Zeit gesperrt

Vor allem wegen des schweren zweiten Unfalls wird die Autobahn wohl noch längere Zeit gesperrt bleiben. Der Verkehr wird bei der Anschlussstelle Mühldorf-Nord ausgeleitet. Die Fahrzeuge, die im Stau stehen, werden wohl dort ausharren müssen, da zunächst auch noch die Unfallaufnahme am Stauende erfolgen muss.

Beim ersten Crash steht inzwischen fest, dass sich ein Fahrzeug, das offenbar mit einem Mann und einem Hund besetzt war, aus noch ungekärter Ursache überschlagen hat und neben der Autobahn zum Liegen kam. Der Fahrer war zwischenzeitlich eingeklemmt. Über den Gesundheitszustand von Mensch und Tier gibt es derzeit keine Angaben.

UPDATE, 17.05 Uhr - Mindestens ein Schwerstverletzter

Der zweite Unfall am Stauende soll nach Angaben von vor Ort ziemlich schlimm gewesen sein. Ein Auto soll offenbar mit hoher Geschwindigkeit in einen Kleinlaster gekracht sein. Mindestens eine Person soll schwerst verletzt worden sein. Nähere Details sind derzeit nicht bekannt. Die Autobahn bleibt bis auf weiteres voll gesperrt.

UPDATE, 16.40 Uhr - Zweiter Unfall am Stauende

Inzwischen wurde bestätigt, dass bei dem ersten Unfall, der kurz vor der Anschlussstelle Töging passierte, eine Person eingeklemmt wurde. Nach dem Crash kam es zu einem Stau. An dessen Ende hat sich jetzt sogar noch ein zweiter Unfall ereignet, der möglicherweise sogar schwerer als der erste sein soll. Die Autobahn wurde bei Mühldorf-Nord in Richtung Passau nun komplett gesperrt.

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge passierte der Unfall um kurz vor 16 Uhr zwischen den Anschlussstellen Mühldorf-Nord und Töging in Fahrtrichtung Passau. Der genaue Hergang ist unklar. Gemeldet wurde, dass offenbar mindestens eine Person eingeklemmt worden sein soll. Die Rettungskräfte sind im Einsatz. Autofahrer müssen in diesem Bereich mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

fib/Eß, mw

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