Dreifach-Mama Marina stirbt an Tankstelle in Mühldorf

Schon 30.000 Euro Spenden: Anteilnahme weiterhin riesig

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Mühldorf - Für Familie B. hat sich am 25. Juli auf einen Schlag alles verändert. Mutter Marina (34) starb bei einem schrecklichen Unfall an einer Tankstelle. Ihr drei Kinder mussten das Drama live miterleben. Jetzt wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die eine unglaubliche Resonanz ausgelöst hat:

UPDATE, Dienstag, 11.35 Uhr - Spendenkonto eröffnet

Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung bezüglich des schlimmen Schicksals von Familie B. reißt einfach nicht ab. Inzwischen sind fast 30.000 Euro (Stand: Dienstag, 11.30 Uhr) an Spenden zusammengekommen, das Spendenziel wurde inzwischen auf 40.000 Euro hinaufgesetzt.

Außerdem hat die Schwester des Witwers und Initiatorin der Aktion, Michaela Hagel, jetzt ein Spendenkonto eingerichtet, wo alle Menschen spenden können, die keinen Facebook-Account haben. Hierzu hatten auch die Redaktion von innsalzach24.de viele Anfragen erreicht.

Die Kontoverbindung:

  • Empfänger: Thomas Barth
  • Bank: Sparkasse Mühldorf
  • BIC: BYLADEM1MDF
  • IBAN: DE85 7115 1020 0031 5161 80

"Das Konto wird für Emily, Elias und Jonas die kindgerechte Betreuung sicher stellen. Es können leider keine Spendenquittungen geschickt werden, da wir kein gemeinnütziger Verein sind, sondern es sich um reine Privatspenden handelt", so Hagel. Die Spendenaktion via Facebook soll außerdem mindestens bis 4. September aufrechterhalten werden.

UPDATE, Montag, 7 Uhr - Überwältigende Anteilnahme

Die Anteilnahme der Menschen am Schicksal von Familie B. ist überwältigend. Nach Veröffentlichung des Artikels erreichten die Redaktion von innsalzach24.de zahlreiche Kontaktanfragen, wie man denn der Familie konkret helfen könne. Zudem erreichte der Facebook-Post zu dem Artikel alleine auf innsalzach24.de und rosenheim24.de über 15.000 Menschen und wurde weit über 120 Mal geteilt.

Das ursprüngliche Spendenziel von 10.000 Euro wurde inzwischen weit übertroffen. Am frühen Montagmorgen hatten über 300 Personen bereits fast 15.000 Euro gespendet. Das Ziel wurde inzwischen auf 20.000 Euro angehoben. "Auch wenn es erschütternd ist, das zu lesen, hat der Artikel eine unfassbare Wirkung und Spendenbereitschaft erzielt. Jeder einzelne Post und Spende hilft meinem Bruder, den Lebensmut nicht zu verlieren. Vielen Dank dafür", schrieb die Initiatorin Michaela Hagel aus Amerang der Redaktion.

Die Erstmeldung:

Mit der Spendenaktion soll das Leid von Witwer Thomas und den drei Kindern Emily (6), Elias (3) und Jonas (3 Monate) ein klein wenig gelindert werden. Auf Facebook hat Michaela Hagel, die Schwägerin der Toten und Schwester des Witwers, eine Aktion initiiert, um vor allem die Kinder in Zukunft finanziell unterstützen zu können. 

"Das Geld soll für die Betreuung, kindgerechte Entwicklung und Ausbildung der Kinder verwendet werden, vor allem aber auch für eine ausgebildete Unterstützung für das Baby. Leider ist die staatliche Hilfe für solche Fälle überschaubar und für meinen Bruder wäre es ohne Unterstützung unmöglich seinen Kindern ein geregeltes Leben zu ermöglichen", heißt es auf der eigens eingerichteten Seite in dem sozialen Netzwerk.

Mama zwischen VW-Bus und Mauer eingequetscht

Das Spendenziel liegt zunächst bei 10.000 Euro. Am späten Sonntagnachmittag (Stand: 17.45 Uhr) hatten an nur zwei Tagen bereits über 150 Personen insgesamt über 8.000 Euro gespendet. Hagel bedankte sich bereits: "Wir sind überwältigt von der großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft. Vielen herzlichen Dank dafür. Auch im Namen meines Bruders Thomas und den Kindern Emily, Elias und Jonas!"

Tragischer Unfall in Mühldorf: Mehrfache Mutter wird von Auto erfasst und stirbt

Bei dem schrecklichen Unfall am Mittwoch, 25. Juli, an einer Tankstelle in der Münchner Straße in Mühldorf, war Marina B. zwischen ihrem eigenen Kleinbus und einer Hauswand so stark eingequetscht worden, dass sie noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlag. Das Auto hatte zuvor zu rollen begonnen. Ihre drei Kinder hatten den Unfall damals live miterleben müssen. Der genaue Hergang ist nach wie vor unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten damals ein umfangreiches unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis aber noch nicht vorliegt.

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