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Im Haberkasten Mühldorf a. Inn

Sonderausstellung mit Gemälden von Max Mannheimer endet mit positiver Bilanz

Ausstellung Max Mannheimer
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Zum Abschluss im kleinen Rahmen trafen sich Landrat Max Heimerl, Museumsleiter Korbinian Engelmann, Mühldorfs 2. Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Geschichtszentrum Eva Köhr, der Vorstand des Vereins für das Erinnern Franz Langstein sowie das Museumsteam und Mitarbeiter des Landratsamtes.

Nach zwei Jahren ging die Max-Mannheimer-Ausstellung im Mühldorfer Haberkasten zu Ende. Im feierlichen Rahmen zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Mühldorf a. Inn - Der bekannte Holocaust-Überlebende Max Mannheimer hätte vor zwei Jahren seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ihm zu Ehren zeigte das Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn die Sonderausstellung „Die Kunst eines Zeitzeugen“, in der die Besucherinnen und Besucher mehrere Gemälde Mannheimers zu sehen bekamen. Denn er war neben seiner Arbeit als Zeitzeuge jahrelang als Künstler tätig. In der Kunst verarbeitete er seine Verfolgung und Lagerzeit – zuletzt war er im KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf inhaftiert.

Die Sonderausstellung zog viele Besucherinnen und Besucher an, obwohl sie lange unter keinem guten Stern stand: Die Eröffnung fand im März 2020 statt, einen Tag bevor alle Veranstaltungsorte wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden mussten. In den gut zwei Jahren Laufzeit musste die Ausstellung insgesamt über ein Jahr lang geschlossen bleiben. Von 71 geplanten Veranstaltungen konnten nur 39 stattfinden. Trotzdem kamen an den 154 Öffnungstagen knapp 1400 Besucherinnen und Besucher in die Ausstellung, über die auch überregional berichtet wurde. Dass davon allein 450 Personen nach den umfassenden Lockerungen 2022 die Ausstellung besuchten, bestätigt das Interesse an dem Thema und an der Person Max Mannheimer.

Bei der Abschlussveranstaltung im kleinen Kreis zog Museumsleiter Korbinian Engelmann ein positives Fazit. Gerade bei der Gruppe der Einzelbesucherinnen und -besucher sei ein Zuwachs zu verbuchen. „Das Konzept, eine Sonderausstellung in der bestehenden Dauerausstellung ‚Alltag, Rüstung, Vernichtung. Der Landkreis Mühldorf im Nationalsozialismus‘ zu integrieren, ist absolut aufgegangen. Auf diese Weise können auch in Zukunft einzelne Themen vertieft vermittelt werden“, sagte Korbinian-Engelmann.

Ilse Preisinger-Sontag, 2. Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf a. Inn, zeigte sich erfreut, dass dadurch die NS-Ausstellung neu belebt wird. Auch die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Eva Köhr und der Vorsitzende des Vereins „Für das Erinnern“ Franz Langstein stimmten überein, dass die Ausstellung eine große Bereicherung war. Beide blicken gespannt auf die kommenden Projekte des Geschichtszentrums und Museums Mühldorf a. Inn.

Landrat Max Heimerl lobte das Engagement des Museumsteams und bekräftigte: „Die Arbeit des Museums ist ein wichtiger und nachhaltiger Baustein des Kultur- und Bildungsangebots im Landkreis.“ Das liege ihm sehr am Herzen, nicht zuletzt, weil er selbst aus dem Bildungsbereich komme und den Wert außerschulischer Lernorte aus der Praxis kenne.

Die Gemälde Mannheimers wandern nun zurück in das Depot der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Dauerausstellung „Alltag, Rüstung, Vernichtung. Der Landkreis Mühldorf im Nationalsozialismus“ ist weiterhin am Donnerstag und Freitag von 14-17 Uhr und Sonntag von 13-17 Uhr im 2. Obergeschoss des Haberkastens in Mühldorf a. Inn zu besichtigen.

Pressemeldung des Landratsamt Mühldorf a. Inn

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