Schüler der Wirtschaftsschule Gester 

Besuch im Kreismuseum -Ein Ausflug, der nachdenklich macht

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Mühldorf - Geschichte zum anfassen: Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule Gester besuchten die Ausstellung „Alltag, Rüstung, Vernichtung“ im Mühldorfer Haberkasten.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts der 9. Klasse, der die Zeit des Nationalsozialismus als Schwerpunktthema hat, kamen die Klassen 9a und 9b der Mühldorfer Wirtschaftsschule Gester  kurz vor den Osterferien ins Kreismuseum. Sie besuchten die im November 2015 eröffnete Dauerausstellung, die sich mit der Stadt und dem Landkreis Mühldorf a. Inn während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt.

Johannes Roth, Ex-Geschichtslehrer und Mitarbeiter des Kreismuseums, sowie Museumsleiterin Dr. Susanne Abel führten die Schülerinnen und Schüler durch die einzelnen Stationen der Dokumentation. Die beiden Klassen lernten dabei Vertreter der Naziherrschaft zum Beispiel in der Person des Bürgermeisters Gollwitzer sowie das Schicksal einer jüdischen Familie der Stadt kennen.

Die Schüler wurden immer nachdenklicher

Außerdem bekamen die Schüler Informationen über die Tötung der Behinderten in der Stiftung Ecksberg, über den Bau des Rüstungsbunkers im Mühldorfer Hart und die dort eingesetzten Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge sowie über die Luftangriffe auf den Mühldorfer Bahnhof kurz vor Kriegsende. Thema war natürlich auch der Umgang der Stadt und des Kreises mit der Nazivergangenheit.

Die Schülerinnen und Schüler folgten den Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit und wurden im Verlauf der Führung zusehends nachdenklicher. Während der Führung wurden aktuelle Entwicklungen thematisiert, entsprechend dem Ansatz des Kreismuseums, aus der Geschichte für die Gegenwart zu lernen.

Zum Schluss: Ein Besuch auf dem KZ-Friedhof

Nach Ende der Führung war Gelegenheit, einzelne Fotos, Texte oder Hörstationen erneut aufzusuchen, Einzelheiten bei Johannes Roth und Dr. Susanne Abel nachzufragen und so die neu erworbenen Kennnisse zu vertiefen.

Zum Abschluss der Exkursion besuchten die beiden Klassen den KZ-Friedhof an der Ahamer Straße. Dort erhielten 1945 einige der ursprünglich im Mühldorfer Hart verscharrten KZ-Häftlinge eine würdige Bestattung. Interessant war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auch, dass im Judentum von Besuchern Steine als Zeichen der Erinnerung auf den Grabsteinen abgelegt werden. Jedes Jahr am 27. Januar - dem internationalen Holocaust-Gedenktag – findet an diesem Ort eine Veranstaltung statt.

Pressemitteilung des Landkreises Mühldorf a. Inn

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