Entscheidung für Mühldorfer Gefängnis

Keine Abschiebehäftlinge mehr in die JVA

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Mühldorf am Inn - Lange standen viele Zellen in der Justizvollzugsanstalt im Südosten der Inn-Stadt leer, zu viele Beamte für zu wenige Insassen. Ein Umstand, der sich bald jedoch ändern könnte:

Lange war die Justizvollzugsanstalt in Mühldorf am Inn die einzige Einrichtung in Bayern, in der Abschiebehäftlinge untergebracht wurden. Die Folge: Bis zuletzt verzeichnete das Gefängnis im Südosten der Stadt aber nur eine verhältnismäßige geringe Auslastung. Ein Umstand, der sich im kommenden Jahr mit Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Justiz jedoch ändern könnte.

JVA Mühldorf wird wieder „normales“ Gefängnis

So berichtet der Landtagsabgeordnete und Vertreter der Landkreise Altötting und Mühldorf, Günther Knoblauch, von Ergebnissen der jüngsten Haushaltsausschusssitzung. Dort wurde bekannt, dass die zentrale Abschiebehaftanstalt für Bayern künftig im oberbayerischen Eichstätt angesiedelt werden soll.

"Damit wird die Justizvollzugsanstalt in Mühldorf am Inn wieder ein „normales“ Gefängnis", heißt es in der schriftlichen Mitteilung des Abgeordnetenbüros von Günther Knoblauch. Auf Nachfrage von innsalzach24.de im Abgeordnetenbüro des SPD-Politiker wird als Zeitraum für den Umzug das kommende Jahr genannt, genauere Angaben seien noch nicht möglich.

Mit durchschnittlich zwischen 15 und 20 Flüchtlingen und einer Kapazität von 80 bis 90 Plätzen, war die JVA in Mühldorf in der Vergangenheit nur mäßig ausgelastet. Neben einer reduzierten Größe der Haftanstalt in Eichstätt, kommt dem neuen Standort dann wohl auch die räumliche Nähe zum Flugplatz Manching zu Gute. Seit September gibt es dort ein speziell für Balkan-Flüchtlinge eingerichtetes Aufnahmelager, das die Rückführung der Flüchtlinge beschleunigen soll.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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