MdB Stephan Mayer (CSU) als „Praktikant“ bei ESD

Kapazitätsproblem: Wer sorgt noch für Sicherheit?

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MdB Stephan Mayer (CSU) als „Praktikant“ bei ESD
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Mühldorf - Aus erster Hand hat sich MdB Stephan Mayer (CSU) am Donnerstag die Probleme der Deutschen Sicherheitswirtschaft angehört: Große Nachfrage aber wer sorgt für unsere Sicherheit?

Sich selbst ein Bild vom Arbeitsalltag der Sicherheitskräfte zu machen und um mit Mitarbeitern aus diesem Gewerbe persönlich ins Gespräch zu kommen: Das war offenbar der Grund von MdB Stephan Mayer für seinen Besuch bei der ESD Dienstleistungsgruppe am Hauptsitz der Firma in Mühldorf. Mayer ist innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. 

Wie es scheint, gibt es in der Sicherheitsbranche ein Kapazitätsproblem. Aus erster Hand hat sich der Politiker von den Mitarbeitern der ESD sowie dem Bundesverbandsvorsitzendem des Deutschen Sicherheitsgewerbes informieren lassen.

Dabei hatte der Bundestagsabgeordnete auch ein offenes Ohr für konkrete Herausforderungen in einzelnen Berufsfeldern der Dienstleistungsgruppe und nahm sich Zeit für Einzelgespräche – ob zu neuen Anforderungen im Bereich Objektschutz, der Sicherheit bei Veranstaltungen oder im Revier- und Streifendienst“, heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Kapazitätsproblem: Wer sorgt noch für Sicherheit?

Das Problem:

Im Prinzip geht es darum:

  • Die Nachfrage nach Sicherheit ist gestiegen, nicht zuletzt aufgrund der Flüchtlingskrise.
  • Diese Nachfrage kann aber nicht gedeckt werden.
  • Fachkräfte zu finden, ist in bestimmten Teilen Deutschlands – wie etwa auch in der innsalzach24-Region – mit einer nahezu Vollbeschäftigung schwierig.

Dazu kommt – wie offenbar so oft – ein Problem verwaltungstechnischer Art:

„Es dauert zu lange“

Eine aktuelle Mitgliederbefragung des Verbands zeige, dass mit der verschärften „Zuverlässigkeitsprüfung“ von Mitarbeitern sehr zeitaufwändige Verfahren durch die Ordnungsbehörden verbunden sind“, heißt es dazu in einer Presseerklärung. 

Viele geeignete Mitarbeiter können nicht passend zu einem Auftragsbeginn eingestellt werden.“ Die Folgen seien

  • massive Personalengpässe,
  • Überstunden
  • und eine immer höhere Arbeitsbelastung.

Das führe dazu, dass Bewerber abspringen und Aufträge nicht bearbeitet werden. Habe die so genannte „Zuverlässigkeitsprüfung“ vor Jahren nur rund zwei Wochen gedauert, so seien es heute rund acht, heißt es.

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