Urteil gegen Mann am Amtsgericht

Betrunken am Bahnhof gepöbelt und Polizisten angegangen

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Mühldorf am Inn - Wegen seines Verhaltens im Vollrausch musste sich ein Mann nun vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht Mühldorf verurteilte einen Mann kürzlich wegen zweier tatmehrheitlicher Fälle des fahrlässigen Vollrausches zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten. Diese wird zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

Widerstand bei Vorfall im April

Laut der Anklageschrift hätten sich an einem Abend Mitte April des vergangenen Jahres drei Bundespolizeibeamte zum Warteraum des Mühldorfer Bahnhofs begeben, nachdem durch eine Zeugin gemeldet worden sei, dass der Angeschuldigte dort Passanten belästige und ein großes Messer bei sich führe. Vor Ort eingetroffen sei ihm das im Gürtelschaft geführte Messer abgenommen worden. 

Schon auf dem Weg zur Dienststelle habe er Widerstand gezeigt. Nach der Durchsuchung auf der Wache sei er plötzlich von einer Bank auf der er saß aufgesprungen und habe auf einen der beiden Beamten eingeschlagen, die versuchten ihn wieder zurück auf die Bank zu drücken. Der Polizist sei dabei aber nicht verletzt worden. Dabei habe er die Beamten auch mehrfach wüst beschimpft.

Polizei musste im Mai erneut anrücken

Nur einen Monat später, Ende Mai, hätte dann an einem Nachmittag erneut die Polizei anrücken müssen, weil er erneut am Bahnhof Passanten anpöbelte. Nachdem er sich mehreren Platzverweisen widersetzt habe, sei  er in Gewahrsam genommen worden. Da er augenscheinlich Kreislaufprobleme hatte sei ein Rettungswagen gerufen worden. Im Fahrzeug habe er dann beim Versuch ihn notwendigerweise zwangsweise anzuschnallen nach einem der Beamten getreten, ohne ihn zu verletzen und die Polizisten in der Folge erneut übel beschimpft. "Lasst mich, ich knall euch ab. Ich mach euch alle kalt", zitiert ihn die Anklageschrift.

Schließlich habe die Polizei am Abend desselben Tages ins Krankenhaus gerufen werden müssen. Unmittelbar nach der Durchführung einer angeordneten Blutentnahme habe eine Ärztin mitgeteilt, dass der Angeschuldigte ein Messer bei sich führe. 

Dieses sei ihm von den verständigten Beamten abgenommen worden, wobei er sie erneut wüst, unter anderem als "Polizistenwichser" beschimpfte. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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