Ladensterben am Stadtplatz

"Gemüseladen Holbl" schließt - Mühldorf verliert weiteres Traditions-Geschäft 

Mühldorf - Zwei Tage hat der "Obst und Gemüseladen Holbl" auf dem Mühldorfer Stadtplatz noch geöffnet. Dann ist nach dreieinhalb Jahren leider Schluss. 

Zum letzten Mal kaufen langjährige Kunden in diesen Tagen bei Martina Holbl ein. Noch immer nehmen Passanten das Schild mit dem Hinweis auf die bevorstehende Schließung mit Bedauern wahr. 


Die Vorweihnachtsstimmung ist getrübt. Der Inhaberin fällt es schwer nach dreieinhalb Jahren ihren Obst- und Feinkostladen endgültig zu schließen. Am Samstag, 14. Dezember, heißt es Abschied nehmen. 

Dann gehört der "Obst- und Gemüseladen Holbl" am Stadtplatz der Geschichte an. "Es ist alles ein bisschen viel zur Zeit", erklärt Martina Holbl im Gespräch mit innsalzach24.de. Grund für die Schließung sei der immense Rückgang an Laufkundschaft.


Im selben Laden konnten Kunden bereits 20 Jahre lang Feinkost erwerben. Damals noch bei "Gemüse Barth".

Einzelhandel auf dem Mühldorfer Stadtplatz hat Probleme 

Schon im Januar wurde bekannt, dass gegen K&L Ruppert ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Insgesamt 14 Filialen wurden geschlossen, darunter auch die Filiale am Mühldorfer Stadtplatz. Diese schloss im April ihr Geschäft, mittlerweile ist das Ampfinger Modehaus Hell dort eingezogen.

Auch das Traditionskaufhaus Schmederer musste Ende Januar Insolvenz anmelden. Das Geschäft leidet - wie viele Konkurrenten im stationären Bekleidungshandel - unter dem veränderten Konsumverhalten der Kunden.

Im Juli wurden außerdem Ziele für den Stadtplatz in Mühldorf festgelegt. Dort heißt es unter anderem, dass ein Leerstand vermieden und der Platz lebendig gehalten werden soll.

"Der Einzelhandel hat hier momentan so seine Probleme", sagte Michael Hetzl, 1. Vorsitzender der "Aktionsgemeinschaft Mühldorf" im Interview mit innsalzach24.de an. 

Angefangen mit grundsätzliche Problemen des Einzelhandels, wie sinkenden Margen, extremen Konkurrenzdruck und so weiter.

mz/ma

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

Kommentare