Mittelschule stolz: Best Practice Beispiel

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Mittelschule Mühldorf im Landtag: Koordinatorin „Ganztägig lernen“ Sarah Pisani-Kramer, Konrektor Manfred Putz, Schulleiterin Hildegard Hajek-Spielvogel, MdL Diana Stachowitz, MdL Günther Knoblauch und Helmut Laggerbauer vom FC Mühldorf (von links nach rechts)

Mühldorf - Balancierende Kinder auf Holzgerüsten und Bewegungsparcours – Mittelschule stellt ihr Ganztagsmodell als Best Practice Beispiel bei der Sportkonferenz im Landtag vor.

Bunt präsentierte sich die zweite Sportkonferenz der SPD-Landtagsfraktion am Samstag, 7. März im Bayerischen Landtag. Um inhaltliche Forderungen erlebbar zu machen, waren erfolgreiche Projekte und Best Practice Beispiele eingeladen worden, sich zu präsentieren. Mit dabei war auch die Mittelschule Mühldorf.

„Schule und Vereine dürfen nicht nebeneinander stehen, sie müssen eins werden”. Der Appell der Mühldorfer Mittelschuldirektorin Hildegard Hajek-Spielvogel setzte zur Eröffnung der Sportkonferenz den Akzent auf das Kernthema der Tagung: Bewegung und Ganztagsschule. Die Mittelschule Mühldorf ist eine Vorzeigeschule im Ganztagsbereich mit 70 Prozent Ganztags-Schülerinnen und Schülern.

Möglich ist dies durch entsprechende räumliche Voraussetzungen, das große Engagement des Lehrkörpers und die gute Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen. Mit den Vereinen wird unter anderem in Form einer Vereinsmesse kooperiert, bei der sich einerseits etwa 30 Vereine vorstellen können, um für Nachwuchs zu werben. Andererseits zeigt das Angebot den Jugendlichen aber auch Freizeitmöglichkeiten auf. Günther Knoblauch (SPD) ist als örtlicher Landtagsabgeordneter stolz auf das Mühldorfer Erfolgsmodell: „Die Mittelschule Mühldorf ist im Ganztagsbereich und mit den Vereinskooperationen bereits jetzt einen Schritt voraus. Ihr Modell sollte in Bayern als Vorbild dienen, deshalb wurde die Mühldorfer Schule in den Landtag eingeladen.“

Immer mehr Kinder immer bewegungsärmer

„Immer mehr Kinder sind immer bewegungsärmer“, berichtete Professor Stefan Voll, Sportwissenschaftler der Universität Bamberg. Er spricht deshalb von der Generation „Kopf unten” im Hinblick etwa auf Smartphones. Daraus entstehen Verhaltensauffälligkeiten und Lerndefizite. Die Verbindung von Lernen und Bewegung wirkt dem entgegen, das zeigen sämtliche Studien. „Bewegung macht schlau“, so das Fazit des Sportprofessors. Die Präsidentin des bayerischen Sportlehrerverbands Barbara Roth betonte, dass ein ausreichender Sportunterricht bereits im Lehrplan verankert sei und nur durchgesetzt werden müsse. Mehr Bewegung mache Kinder nicht nur schlauer, sondern auch glücklicher und zufriedener.

Dieser Herausforderung müssen sich die Schulen heute stellen – und zwar gemeinsam mit den Vereinen. Denn während Schule früher die Kinder an Sportarten herangeführt habe, die sie dann in den Vereinen intensiver betrieben hätten, hätten Schüler heute am Nachmittag keine Zeit für Vereine, erklärte Günther Lommer, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV). Die Lösung: Kooperationen und gemeinsame Projekte. „Wer 16 Stunden in der Schule ist, kann nicht nur sitzen. Deshalb müssen zwei Stunden davon Bewegung sein”. Der BLSV-Präsident forderte von der Staatsregierung die dritte Sportstunde und die Rückkehr des Freistaats zur Nummer 1 im Sportunterricht. Im Schulterschluss müsse man gemeinsam darauf drängen, dass die Staatsregierung hier ihr Soll erfülle, sagte Lommer.

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch

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