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"Zauberclown Manu" aus Mühldorf zum Thema

Gruselclowns: "Das sind ganz arme Würschterl"

„Das sind ganz arme Würschterl“, sagt Zauberclown Manuela Halfen aus Mühldorf über die Gruselclowns und erläutert ihre Sicht der Dinge.
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"Zauberclown Manu" aus Mühldorf zum Thema Gruselclowns
  • Raphael Weiß
    VonRaphael Weiß
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Mühldorf - „Das sind ganz arme Würschterl“, sagt Manuela Halfen über die Gruselclowns. Die Mühldorferin verdient ihr Geld als „Zauberclown Manu“. Im Gespräch mit innsalzach24.de erläutert sie ihre Sicht zum aktuellen „Phänomen“.

Manu Halfen ist von Beruf Zauberclown. Mit dem aktuellen „Phänomen“ der Gruselclowns kann sie gar nichts anfangen. „Das sind ganz arme Würschterl“ sagt sie im Gespräch mit innsalzach24.de. Es stecke reine Langweile dahinter, wenn sich erwachsene Menschen mit einer Plastikmaske verkleiden und andere aufs Übelste erschrecken.

Es fehle an den Grundfesten eines gesellschaftlichen Miteinanders, am Respekt vor dem anderen, geschweige denn, dass das reine Erschrecken auf diese Art körperliche, gar seelische Folgen haben kann und nicht zu vergessen, dass teilweise auch das Eigentum eines anderen zerstört wird. Sie, die sich beruflich selbst zum Clown macht und damit Geld verdient, sehe für sich und ihren Berufsstand natürlich keine Gefahr.

Dass nicht wenige Videos – meist aus Amerika – Fake sind, interessiert sie nicht. Bei uns habe das „Phänomen“ der Gruselclowns all diejenigen auf den Plan gerufen, die das cool finden. Manu Halfen sagt: „Ich würde so einen nur auslachen, wenn er feige und fies hinter einer Ecke hervorspringt und sagen: UND? JETZT?“.

Ganz anders hält es die Zauberclownesse mit dem „all hallows evening“, wie Halloween, der Abend vor Allerheiligen, eigentlich heißt. Wer da bei ihr Süßigkeiten haben will, der müsse sich schon ins Zeug legen. Ohne grusliges Kostüm gebe es nix an ihrer Haustür, so Manu Halfen. Ein Widerspruch? „Ganz klares Nein“, sag sie. „Das ist etwas für Kinder und die sollen den Spaß am sich verkleiden haben dürfen“.

Es gebe Traditionen, die schon ein bisserl zum Gruseln sind, wie die im Alpenvorland bekannten Perchtenläufe. Hier gehören die aus Holz geschnitzten, fiesen Fratzen-Masken einfach dazu, „und die sehen richtig gruslig aus“ aber: „Das hat eben Tradition“. Freilich würden die wilden Fratzengesichter Angst machen „aber jeder weiß, dass die nicht wirklich gefährlich sind“, sagt Manuela Halfen.

Sie selbst habe schon solche Veranstaltungen moderiert und vorher den Kindern gezeigt, dass da ganz normale Menschen drin stecken, indem sie die Träger vor einem Lauf aufrief, ihre Masken abzusetzen. Irgendwie könne man dann auch „ganz arme Würschterl“ sehen weil diese Tradition körperlich viel abverlangt. Die – meist Herren – Träger solcher Masken schwitzen darunter – sagen wir es einfach mit einem geflügelten Wort – wie ein Schwein.

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