Essen für den Mühldorfer Kindergarten

Stadtrat entscheidet sich nun doch für "regional ist optimal"

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Mühldorf – Wer liefert in Zukunft das Essen für die städtischen Kindergärten? Am Donnerstagnachmittag tagt der Stadtrat dazu in einer außerordentlichen aber nicht öffentlichen Sitzung.

Update, 18.10 Uhr: Stadtrat entscheidet sich doch für regionale Produkte

Rund zweieinhalb Stunden hat die außerordentliche nichtöffentliche Stadtratssitzung gedauert. Die Türen öffnen sich, die ersten Mitglieder des Gremiums treten heraus. "Byodo" ist zu hören. Der Stadtrat hat sich also doch für "regional ist optimal" bei der Verpflegung für die städtischen Kindereinrichtungen entschieden.

"Weil es einfach besser ist", sagt Stadtrat Essl, der mit zwei weiteren Stadtratsmitgliedern nach dem jüngsten Beschluss des Verwaltungsausschusses den Antrag gestellt hatte, der letztendlich zu der außerordentlichen Sitzung des Stadtrates führte.

Die Erste Bürgermeisterin der Kreisstadt Mühldorf Marianne Zollner sagte, dass sich der Stadtrat mit einer mehr als großen Mehrheit für "Byodo" entschieden habe. Weitere Auskünfte wollte sie nicht geben. 

So bleibt es trotz mehrfacher Nachfragen auch offen, was auf möglicherweise finanzschwächere Familien im Detail an Mehrkosten zukommt. So viel scheint hierzu ersten unbestätigten Auskünften nach fest zu stehen: Es gibt finanzielle Hilfen für diese Familien.

Erstmeldung:

Voran gegangen war die jüngste Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Mühldorf. Dort wurde beschlossen: Die städtischen Kindergärten werden ab Herbst dieses Jahres mit Essen aus einer Großküche in Graz versorgt. In die Entscheidung seien 

  • Qualitätskriterien,
  • ökologische 
  • und finanzielle Aspekte eingeflossen. 

Recht viel mehr wollte Marianne Zollner, Erste Bürgermeisterin der Stadt Mühldorf, einem Bericht des Mühldorfer Anzeigers nach zunächst nicht sagen. Das Angebot würde so deutlich verbessert werden.

Eine hitzige Diskussion

Eine hitzige Diskussion war entstanden. Leser von innsalzach24.de kommentierten kontrovers: EU Recht – ja oder nein (usw.)? Die Kommentare sind, kurz zusammengefasst, einzuordnen in

  • Sinnhaftigkeit hinter einer Fahrt von über 300 Kilometer von Graz nach Mühldorf,
  • Qualität aus der Region statt Quantität aus dem Ausland
  • und nicht zuletzt verbale Angriffe auf die Entscheider der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses.

Die Entscheidung

Auf Antrag der Stadträte Franz Essl (FM), Rainer Schratt (SPD) und Judith Straube (Grüne) muss sich der Stadtrat am Donnerstag mit dem Thema befassen. Er wird dies allerdings erneut in nichtöffentlicher Sitzung tun. innsalzach24.de ist ab 16 Uhr vor dem Rathaus, um die ersten Stellungnahmen abzugreifen.

Rubriklistenbild: © rw

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