In Zeitungsinterview

Huber: Flüchtlings-Unterbringung in Turnhallen unausweichlich

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Mühldorf - In einem Zeitungsinterview äußerte sich der Mühldorfer Landrat Georg Huber ausführlich zu den Herausforderungen der Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis.

In einem Interview mit dem Mühldorfer Anzeiger bezeichnete Landrat Georg Huber die Unterbringung der Flüchtlinge in den Turnhallen des Landkreises und der Gemeinden als unausweichlich. Dies sei auf Grund des Winterwetters und der vorhandenen Möglichkeiten notwendig. 

Pro Woche müssten 26 Asylbewerber, die von der Regierung von Oberbayern zugeteilt würden, untergebracht werden. Zwar habe sich die Zahl von zeitweise 50 verringert, allerdings würden es langfristig mehr Menschen werden, die eine Unterkunft benötigten. Nach Hubers Schätzung werden 2016 im Landkreis Mühldorf rund 3000 neue Flüchtlinge ankommen. 

"Das Landratsamt kann nur auf dem freien Immobilienmarkt agieren oder, wenn nichts mehr vorhanden ist, die kreiseigenen und danach auch die gemeindlichen Sporthallen und Mehrzweckgebäude, die auch mit staatlichen Zuschüssen gefördert wurden, nutzen.", so Huber gegenüber derm Anzeiger. Darüber und über die allgemeine Entwicklung würden auch die betroffenen Bürgermeister informiert.

Huber kritisierte im Gespräch mit der Zeitung aber erneut auch, dass zwar viele Bürgermeister gut zusammenarbeiten würden, sich aber immer noch viele "wegducken" würden. In dieser Sache seien aber alle Gemeinden im Landkreis gefordert. 

Er wünsche sich von den Bürgermeistern im Landkreis, dass manche von ihnen bei der Problematik noch mehr helfen würden. Dies könne etwa durch die Benennung von geeigneten Immobilien oder Grundstücken erfolgen. Vor allem aber solle nicht aktiv gegen die Unterbringung vorgegangen werden.

Auch die Regierung sei aber gefordert, sich aktiver einzubringen. Konkret nannte Huber etwa die baurechtlich genehmigte Aufstockung der Depandance in Waldkraiburg auf 600 Personen und die seit 1. Januar fertiggestellte Gemeinschaftsunterkunft in der Friedhofsstraße in Mühldorf. Auch die Nutzung des Kingdom Parc sei "eine Entscheidung, die in München fällt und nicht im Mühldorfer Landratsamt."

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

hs

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