Pressemitteilung DIE LINKE. Altötting-Mühldorf

Krankenhausfusionierung - Mensch und Gesundheit vor Profite!

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Mühldorf - DIE LINKE. Altötting-Mühldorf begrüßt die Bemühungen zur Fusionierung der Kreiskliniken Altötting und Mühldorf am Inn.

In den letzten Jahrzehnten hat die bundes- und landesweite Ökonomisierungspolitik des Gesundheitswesens zu Härten wie der Konkurrenz zwischen Kliniken und Patient_innen sowie Arbeitnehmer_innen enorm beigetragen. Die Notwendigkeit zur Beendigung der stark anhaltenden Konkurrenz zwischen den beiden Krankenhäusern soll dadurch kommunalpolitisch gesehen am wirksamsten gelöst werden.

Nichts desto trotz wirft der Fusionierungsprozess jetzt schon Fragen auf, die DIE LINKE. behandeln möchte:

  • Welche Folgen treten bei den Beschäftigten in und um die Kreiskliniken konkret auf? Aufgrund der momentanen Unklarheiten im Fusionierungsprozess ist bereits jetzt schon auszugehen, dass Existenzängste bei den Arbeitnehmer_innen herrschen. Zwar ist der Abbau von Arbeitsstellen vorerst nicht geplant, jedoch könne dies in einigen Jahren seitens der künftigen Krankenhausverwaltung aus möglichen finanziellen Gründen in Erwägung gezogen werden. DIE LINKE. distanziert sich von Stellenstreichungen im Gesundheitswesen und plädiert für eine gezielt bessere Anwerbung sowie Bezahlung von Pflegekräften und Ärzt_innen.
  • Besteht die Gefahr, dass Neuangestellte zu schlechteren Bedingungen beschäftigt werden können? Die künftige Krankenhausverwaltung muss fest verankern, dass in den Krankenhäusern der gleiche Lohn für gleiche Arbeit gezahlt wird.
  • Wozu dient eine Servicegesellschaft um ein Kommunalunternehmen? Laut den aktuellen Fusionierungsplänen soll die Servicegesellschaft um das Krankenhaus Mühldorf, die beispielsweise für Reinigungskräfte zuständig ist, nicht vollständig in das geplante Kommunalunternehmen "Inn-Salzach-Kliniken" integriert werden. Dies ist mit Geldeinsparungsgründen verbunden, die Zulasten der Arbeitnehmer_innen gehen. DIE LINKE. setzt sich dafür ein, dass eine Integration in dieser Hinsicht stattfindet und somit die Beschäftigten der Servicegesellschaft kommunal angestellt werden.
  • Inwiefern werden unfreiwillige Versetzungen vermieden?

Zusätzlich braucht es neue Strukturen in den Krankenhäusern, die Patient_innen mehr Mitspracherecht ermöglichen und die Trennungen zwischen Ärzt_innen, Pflegekräften und weiteren Angestellten abbauen. Ferner kritisiert DIE LINKE. die künftige Zusammensetzung des Verwaltungsrates der "Inn-Salzach-Kliniken", da diese nicht kollektiv besteht. Es ist hinzuwirken, dass z.B. eine gemeinsame Verwaltung aus Ärzt_innen, Pflegekräften, Reinigungskräften, Verwaltungsangestellten und kommunalpolitische Vertreter_innen als auch Patientenvertretungen aufgebaut und ermöglicht wird. Diese Krankenhausorganisation kommt den Bedürfnissen der Arbeitnehmer_innen und Patient_innen am nähesten zu.

Pressemitteilung DIE LINKE. Altötting-Mühldorf

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