Über 50 Kinder wurden untersucht

Tuberkulosefall an Mühldorfer Kinderkrippe: Gesundheitsamt veröffentlicht Testergebnisse

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Mühldorf am Inn - Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine Mitarbeiterin der Kinderkrippe Waidbruckstraße an Tuberkulose erkrankt ist. In der Folge wurden 51 Kinder und 15 Erwachsene vom Gesundheitsamt untersucht.

Am Mittwoch, den 5. Juni, erhielt das Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn die Meldung über eine offene und damit ansteckende Form der Tuberkulose in der Kinderkrippe Waidbruckstraße Mühldorf. "Die Krippenleitung hat daraufhin unverzüglich die Stadt als Aufgabenträger informiert. Seitens der Stadt erfolgte unverzüglich die Meldung an das Gesundheitsamt", hieß es von Seiten der Stadt.

TBC-Fall in Kinderkrippe Waidbruckstraße

Unmittelbar im Anschluss hatte sich das Gesundheitsamt vor Ort ein Bild von den räumlichen Gegebenheiten gemacht und sich über die Desinfektionsmaßnahmen vergewissert.

Da die an Tuberkulose erkrankte Mitarbeiterin in allen Gruppen der Kinderkrippe im Schichtdienst tätig war und somit zu allen Kindern Kontakt hatte, wurden alle insgesamt 51 Kinder aus den verschiedenen Gruppen der Einrichtung ebenso wie insgesamt 15 Erwachsene untersucht.

Gesundheitsamt gibt erste Entwarnung

Exakt eine Woche nach dieser Verkündigung, gibt das Gesundheitsamt erste Entwarnung. In einer Pressemitteilung der Kreisstadt Mühldorf heißt es:

"Die vom Gesundheitsamt veranlassten Hauttests bei den Kindern zeigen keine Reaktionen. Nur bei vier Kindern ist die Testung aus Urlaubsgründen noch nicht abgeschlossen. Bei den Bluttests wird derzeit ein einziger grenzwertiger Fall noch durch die Kinderklinik abgeklärt. Die Eltern sind hier vom Gesundheitsamt informiert. Eine vorbeugende antibiotische Behandlung aller Kinder wurde vom Gesundheitsamt dringend angeraten.

Bei zwei Mitarbeiterinnen der Kinderkrippe ergaben die Bluttests ein positives Ergebnis. Eine sofort durchgeführte Röntgenuntersuchung bestätigte die Auffälligkeiten nicht.

Aktuell informiert das Gesundheitsamt alle Eltern direkt schriftlich über die weitere Vorgehensweise (Kontrolluntersuchung etc.). Eine Information an die Presse über den aktuellen Stand erfolgt am Mittwoch durch das Landratsamt Mühldorf a. Inn.

Der Betrieb in der Kinderkrippe Waidbruckstraße läuft wie gewohnt weiter. Laut Gesundheitsamt bestand und besteht für Eltern und Geschwisterkinder kein Ansteckungsrisiko."

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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