Allerdings Sorgen von Eltern bei St. Laurentius

KiTa-Betreuungssituation für 2018/2019 geklärt

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Mühldorf am Inn - Für das Betreuungsjahr 2018/2019 gibt es genügend Kindergarten- und Krippenplätze. Allerdings sind einige Eltern wegen einer geplanten Gruppen-Reduzierung in der Kinderwelt St. Laurentius besorgt.

"Das neu eingeführte zentrale Anmeldeverfahren für alle städtischen und kirchlichen Einrichtungen hat sich als sehr passend erwiesen", berichtete Sarah Kramer von der städtischen Verwaltungs-Abteilung für Kinderbetreuung und Schulen in der jüngsten Sitzung des Stadtrates, "Es soll in Zukunft so weitergeführt werden, da die Abläufe erleichtert werden und für die Eltern ein einheitlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht."

Situation für 2018/2019 geklärt

Nach dem abgeschlossenen Anmeldeverfahren stellt sich die Kinderbetreuungssituation für das Betreuungsjahr 2018/19 wie folgt dar: 

  • Sowohl im Bereich der städtischen Kindergärten, als auch in den Kinderkrippen stehen ab September 2018 noch begrenzte freie Plätze zur Verfügung. Der Krippenneubau Ahamerstraße mit vier Gruppen wird zum Krippenjahr 2018/19 fertiggestellt und in Betrieb genommen.
  • In den katholischen Kindergärten sind ebenfalls noch Plätze frei. Im Krippenbereich sind hier die Plätze ausgeschöpft.
  • Um im Krippenbereich zusätzlich Plätze zu schaffen, wurde eine Übergangslösung im Pfarrheim St. Peter und Paul überlegt. Aufgrund der zu erwartenden außerplanmäßigen Kosten in Höhe von 180.000 – 200.000 Euro pro Jahr, musste hiervon Abstand genommen werden. Da sich auch eine Änderung an der ursprünglichen Anzahl der Anmeldungen ergeben hat, sieht die Stadtverwaltung es als möglich an, mit dem vorhandenen freien Platzkapazitäten das kommende Betreuungsjahr abzudecken.
  • In der katholischen Kinderwelt St. Laurentius wurde gemeinsam mit Vertretern des erzbischöflichen Ordinariats München, der Pfarrei, der Kirchenstiftung und der Einrichtungsleitung die Etablierung von zwei Gruppen zum Betreuungsjahr 2019/20 einvernehmlich festgelegt, um dem Integrationsgedanken in vollem Ausmaß Rechnung tragen zu können.Im Übergangsjahr 2018/19 wird eine Interimslösung mit Modulen umgesetzt. Der Beschluss des Stiftungsrats der Pfarrkirchenstiftung St. Peter und Paul steht noch aus.
  • Das Kinderhaus Vierjahreszeiten (25 genehmigte Plätze) wird noch bis zum 31. August 2020 betrieben. Laut Aussage der Leitung ist eine Nachfolge angedacht.

In Bezug auf die Bedarfsplanung und –prognose der Stadt durch die Firma Planwerk stellt sich die Situation wie folgt dar:

2018/19: 

  • Kindergartenbereich: 28 Gruppen (je 25 Kinder) 
  • Krippengruppen: 14 Gruppen (je zwölf Kinder) 

Prognose bis 2019 (Maximalprognose): 

  • Kindergartenbereich: 34 Gruppen 
  • Krippengruppen: 17 Gruppen 

Bedarfsplanung: 

Um dem in Zukunft weiter steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Krippen- und einer weiteren viergruppigen Krippe bis 2019 beziehungsweise 2020 anerkannt.

Eltern besorgt wegen geplanter Gruppenreduzierung

Bezüglich der Situation in St. Laurentius meldete sich dann noch einmal Stadtrat Gottfried Kirmeier (SPD) zu Wort. Er wies darauf hin, dass einige Eltern wegen der geplanten Verringerung von bisher drei auf zwei Gruppen im Betreuungsjahr 2019/2020 dort besorgt seien. Auch ein Brief an die Stadtverwaltung und den Stadtrat sei bereits geschickt worden. "Das Gebäude ist eigentlich nur für zwei Gruppen ausgelegt", erklärte Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD), "Außerdem erwarten wir in Altmühldorf keinen starken Bevölkerungszuwachs, so dass die bestehenden Kindergärten dort insgesamt ausreichend sein sollten." Es würden demnächst Gespräche mit den betroffenen Eltern stattfinden.

"Auch wenn es heute um keinen Beschluss sondern nur eine Kenntnisnahme des Stadtrats geht, wäre es besser gewesen, wenn das erstmal geklärt worden wäre," kritisierte CSU-Fraktionsvorsitzender Oskar Stoiber. Da eine der Gruppen Teil des Inklusions-Programms sei, sehe er durchaus die Gefahr, dass es dann keine Plätze für Kinder aus Altmühldorf geben könnte. Auf Nachfrage von innsalzach24.de teilte die Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariats außerdem mit, dass derzeit eine Machbarkeitsstudie klären soll, ob die Kinderwelt derzeit vollständig für Inklusions-Gruppen geeignet ist oder noch Sanierungen notwendig sind.

 Dr. Reinhard Wanka (UWG), der Referent für Schulen und Kinderbetreuung merkte an, dass im Fall des Kinderhauses Vierjahreszeiten die Nachfolgefrage baldmöglichst geklärt werden sollte. "Es gibt schon jemanden, aber das ist noch nicht spruchreif." Derzeit würde bereits sichergestellt, dass die bestehenden Gruppen bis 2020 alle in die Grundschule gewechselt seien, damit im schlimmsten Fall kein Kind plötzlich ohne Kindergarten dastünde. 

Im Zeitraum von 2016 bis 2018 wurde das Betreuungsangebot im Landkreis Mühldorf weiter ausgebaut, wie der Mühldorfer Anzeiger kürzlich berichtete. Im Landkreis Mühldorf stehen 4588 genehmigte Plätze in den Kindertageseinrichtungen zur Verfügung, davon 3874 Kindergartenplätze und 708 Krippenplätze, so die Zeitung. Im Jahr 2016 waren es noch 2704 Kinder zwischen drei bis sechs Jahren die betreut wurden und 539 Krippenplätze, so der Anzeiger.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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