Erfahrungsberichte zum E-Flotten-Test

Die Zukunft für den ländlichen Raum ist elektrisch

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Höchst interessiert zeigten sich die regionalen Firmen am Thema Elektromobilität.

Mühldorf a. Inn - Bei einem gut besuchten Unternehmertreff im Bildungszentrum Mühldorf der Handwerkskammer für München und Oberbayern teilten regionale Firmen ihre Erfahrungen mit der Elektromobilität mit weiteren interessierten Unternehmern.

Zu dem Treffen hatte das Netzwerk „landmobile“, ein Projekt der Ländlichen Entwicklung in Bayern, zusammen mit dem Landratsamt Mühldorf und dem Bildungszentrum Mühldorf der Handwerkskammer für München und Oberbayern geladen. Mit einem seit Mai laufenden kostenfreien e-Flottentest mit vier Fahrzeugen der Marken Renault und Nissan möchte „landmobile“ Elektromobilität für Unternehmen und Einrichtungen erfahrbar und mit dem Unternehmertreff Erfahrungen regionaler Unternehmen zugänglich machen.

Jetzt neu: Eine E-Bike-Ladekarte

Beim Termin erfuhren die Gäste aus erster Hand, warum es sich lohnt, auf die emissionsfreie Mobilität zu setzen. Landrat Georg Huber stellte in seinem Grußwort heraus, dass Elektromobilität in Unternehmen zur Stärkung des ländlichen Raums in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen werde: „Elektromobilität ist nicht nur ein Thema der großen Städte und einzelnen Metropolregionen. Für die Etablierung der Elektrofahrzeuge als echte Alternative zu konventionell betriebenen Autos und Transportern muss diese Zukunftstechnologie gerade auch im ländlichen Raum präsenter werden.“ Dazu stellte der Landrat kurz mehrere Projekte zum Thema „Elektromobilität“ vor, um die Nutzung konkret voranzutreiben. Dazu zählt beispielsweise die neue E-Bike-Ladekarte der Landkreise Mühldorf und Traunstein.

Geringe Unkosten - deshalb rechnet sich E-Mobilität auch für Betriebe

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Lothar Semper, betonte in seinen Worten zu Beginn der Veranstaltung die Rolle der Handwerksbetriebe als eine der treibenden Kräfte beim Voranbringen der Elektromobilität: „Die Handwerkskammer für München und Oberbayern hat sich das Thema Elektromobilität bereits früh auf die Fahnen geschrieben. E-Fahrzeuge an jedem der Standorte lassen die Lehrlinge den Umgang mit Elektromobilität früh erlernen.“ Auch Kursteilnehmer, Meister und Unternehmensvertreter können von diesem Angebot Gebrauch machen.

Ob als Transport-, Liefer- oder Dienstfahrzeug – Unternehmer setzen ihre E-Autos auf vielfältige Weise ein. Neben dem Fahrspaß, den solch ein Fahrzeug bietet, sprechen wirtschaftliche Gründe für ein E-Mobil: Geringe Verbrauchs- und Wartungskosten machen es für Unternehmer attraktiv.

Handwerkskammer hat sogar einen Experten für E-Mobilität

Der Fachmann für Elektromobilität der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Wolfgang Christl, beleuchtete in seinem Vortrag die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration von Elektromobilität in Unternehmen. Fahranalysen zeigen, dass der Fuhrpark vieler Unternehmen problemlos auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt werden kann. 

Dass E-Mobilität und Sonnenenergie bestenfalls Hand in Hand gehen, wurde beim Unternehmertreffen ebenfalls deutlich. Das Unternehmen Elektro Maier berichtete genau über diese Lademöglichkeit: Den Strom für ihre zwei E-Fahrzeuge bezieht der Betrieb vom eigenen Solarcarport und stellt die Lademöglichkeit der Öffentlichkeit frei zu Verfügung

Schon kurz nach dem Krieg baute der Vater ein Elektro-Mofa

Auch Referent Franz Bauer von Bauer Elektroanlagen setzt auf „Sonne im Tank“ – Mitarbeiter laden die E-Autos ebenfalls über die betriebseigene Ladestation am Solarcarport. Dass der Unternehmer von der emissionsfreien Mobilität elektrisiert ist, ist auch seinem Vater geschuldet: Kurz nach Kriegsende baute dieser ein Fahrrad zum Elektromofa um. Weitere elektrische Fahrzeuge für das Familienunternehmen folgten. 

Heute kann sich Franz Bauer keine andere Art der Mobilität vorstellen, die Vorteile liegen für ihn klar auf der Hand: geringe Verbrauchs- und Wartungskosten, hohe Energieeffizienz durch bewussteres und emissionsfreies Fahren und nicht zuletzt ein hoher Fahrspaß.

Unternehmer wischt Vorurteile vom Tisch

Von den zwei starken Partnern Photovoltaik und E-Mobilität wusste auch der Unternehmer Hans Urban in seinem Vortrag zu berichten. Der Ingenieur aus Haag räumte zudem mit den gängigen Vorbehalten wie geringer Reichweite, hohen Anschaffungskosten und fehlender Infrastruktur auf; für ihn stehe die Elektromobilität der konventionellen Mobilität in nichts nach. 

E-Fahrzeuge im Einsatz haben auch die Kraftwerke Haag. Der regionale Energieversorger stellt sich bereits heute auf das Zukunftsthema ein: „E-Mobilität wird kommen und wir werden sie fördern“, so Dr. Ulrich Schwarz, Geschäftsführer der Kraftwerke. An insgesamt vier Ladestationen können Nutzer in der Gemeinde kostenfrei Strom tanken.

Interesse? Infos gibt's hier:

Wenn Sie Interesse an Projekten im Bereich Elektromobilität in Ihrem Unternehmen haben können Sie sich gerne an Christoph Mayerhofer, Energie- und Klimaschutzmanagement, Landratsamt Mühldorf a. Inn wenden. E-mail: christoph.mayerhofer@lra-mue.de; Telefon: 08631/699-721

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

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