Immer mehr ältere Menschen

Zahl der Pflegebedürftigen steigt im Kreis Mühldorf

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Mühldorf am Inn - Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Landkreis steigt immer weiter an. Pflegeversicherungen reagieren jetzt mit einer Reform für Pflegepersonen, die Bedürftige zu Hause versorgen.

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Landkreis Mühldorf am Inn steigt immer weiter an, dies zeigen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik, die die Krankenkasse IKK classic ausgewertet hat. Waren 2013 noch 3.134 Menschen pflegebedürftig, so stieg die Zahl bis Dezember 2015 um 7,6 Prozent auf 3.371.

Es werden immer mehr

"Und dies ist erst der Anfang. Laut aktuellen Prognosen wird dieZahl der Pflegebedürftigen im Landkreis bis zum Jahr 2030 nochmals um rund 32 Prozent steigen", sagt Klaus Kamitz, Regionalgeschäftsführer der IKK classic. "Der medizinische Fortschritt hat dazu beigetragen, dass immer mehr Erkrankungen auch im hohen Alter geheilt, behandelt und gelindert werden können. Es gibt also immer mehr ältere Menschen, die gepflegt werden müssen."

Bald weniger Pflege im häuslichen Umfeld

Noch werden 64,3 Prozent der Pflegebedürftigen im Landkreis überwiegend zu Hause gepflegt, etwa zwei Drittel von den eigenen Angehörigen. "Allerdings wird sich dieses Verhältnis in Zukunft stark verändern. Die Zahl der alleinstehenden Älteren nimmt zu und die potenzielle Zahl von Helfern aus dem familiären Umfeld wird abnehmen. Hier kommen auf die Gesellschaft noch große Herausforderungen zu", so Kamitz.

Renten- und Arbeitslosenversicherung für Pflegende

Für Pflegepersonen bringt die neue Pflegereform ab 2017 einige Vorteile: Künftig zahlt die Pflegeversicherung Rentenbeiträge für alle Pflegepersonen, die einen Bedürftigen mit Pflegegrad zwei bis fünf mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf mindestens zwei Tage, zu Hause pflegen. Auch bei der Arbeitslosenversicherung wurde nachgebessert: Für Pflegepersonen, die für die Pflege Angehöriger aus dem Beruf aussteigen, zahlt die Pflegeversicherung künftig die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Pflegende haben damit Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen, falls ein nahtloser Einstieg in eine Beschäftigung nach Ende der Pflege nicht gelingt.

Weitere Information – unter anderem zu der Leistungshöhe je Pflegegrad – finden Interessierte unter:www.ikk-classic.de/pflege

Pressemitteilung IKK

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