Vortrag über Pater Rupert Mayer

Die unbekannten Seiten des „Münchner Männerapostels“

+
Pater Rupert Mayer inmitten "seiner" Soldaten.

Mühldorf a. Inn - Um den bekannten Militärgeistlichen Pater Rupert Mayer und dessen Wirken für die Soldaten von 1914 bis 1917 geht es am kommenden Freitag, dem 17. März, in einem Vortrag von Dr. Michael Stumpf aus München.

Der 1987 selig gesprochene Pater zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass er „seine“ Soldaten in den vordersten Linien aufsuchte und betreute. Die Nähe zum Kampfgeschehen führte zu einer Schussverletzung und zur Amputation seines linken Beines. Im Frühjahr 1917 musste Pater Rupert Mayer die Folgen dieser Amputation überwinden, er musste den mühsamen Weg von Rumänien nach Bayern zurücklegen und weiter an seiner Genesung arbeiten, um dann schließlich im November 1917 seine Seelsorgetätigkeit in München wieder aufnehmen zu können. 

Heute, 100 Jahre später, sind die seinerzeitigen Ereignisse ein guter Anlass, sein Wirken an den Fronten des Ersten Weltkriegs zu würdigen. In dieser Zeit hat er bei den Soldaten mit Sicherheit einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen und den Grundstein für sein späteres Ansehen gelegt. Dennoch tritt sein Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg bei der Würdigung seiner Lebensleistung angesichts der größeren Breitenwirkung und der längeren Dauer seines Engagements gegen das Nazi-Regime häufig in den Hintergrund. 

Zeitzeugen geben ein eindringliches Bild

In seinem Vortrag im Rahmen der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Landkreis Mühldorf befasst sich Dr. Michael Stumpf mit der Militärzeit des Jesuitenpaters. Mit historischen Fotos und Dokumenten zeigt Dr. Stumpf dessen Weg vom Kriegsschauplatz Elsass an die Somme, von dort nach Rumänien, und er stellt die Aufenthaltsgebiete und die jeweiligen Lebensbedingungen vor. Vor allem lässt er Zeitzeugen sprechen, die die Leistungen Rupert Mayers gewürdigt haben. Wer sich für das gesamte Lebenswerk interessiert, findet im Vortrag einen weniger bekannten, aber unverzichtbaren Baustein zu einem kompletten Bild des „Münchner Männerapostels“. 

Die Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg im Geschichtszentrum und Museum Mühldorf am Inn ist von14 bis 18.45 Uhr geöffnet. Ab 17.30 Uhr steht der Referent für Fragen zur Verfügung. Vor dem Vortrag kann das Gedenkbuch für die Gefallenen in der St. Johannes-Kapelle besichtigt werden.  Der Vortrag startet um 19 Uhr im Pfarrheim der Mühldorfer St. Nikolaus-Kirche, Kirchenplatz 20. Um Anmeldung unter 08631-987643 oder info@museum-muehldorf.de wird gebeten.

Pressemitteilung Stadt Mühldorf am Inn

Zurück zur Übersicht: Mühldorf am Inn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser