Grün-Pflegearbeiten der Stadt vorgestellt

"Da wird kein Baum gefällt, nur weil er irgendwen stört!"

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Die Weißbuche beim Kindergarten.
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Mühldorf am Inn - Im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Arbeit des Bauhofs an den Grünanlagen und Bäumen der Kreisstadt vorgestellt.

Die Stadt ist durchzogen von zahlreichen Grünflächen. Im innerstädtischen Bereich beträgt die Fläche insgesamt 564.000 Quadratmeter. 

Wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrssicherungspflicht müssen auf diesen Flächen an etwa 3000 einzeln erfassten Bäumen regelmäßig Kontrollen durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs durchgeführt werden, so Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. "Im Einzelnen sollen derartige Bäume jeweils einmal im belaubten und im unbelaubten Zustand auf vorhandene Schadsymptome und sonstige Auffälligkeiten beurteilt werden." Bei geschlossenen Baumbeständen entlang von Verkehrswegen seien ebenfalls Kontrollen erforderlich. 

Eingriffe nur, wo und wenn nötig

"Da wird kein Baum gefällt, nur weil er irgendwen stört", betonte Weichselgartner, "Leider gibt es derartige Vorwürfe, auch das die Stadtbäume uns egal wären, immer wieder." Doch das Gegenteil sei der Fall. "Unsere zuständige Mitarbeiterin kennt quasi jeden Baum im Stadtgebiet mit Vor- und Zunamen", scherzte Weichselgartner, "Es wird hier wirklich sehr gewissenhaft gearbeitet." 

An vielen Orten im Stadtgebiet musste und muss der Bauhof tätig werden.

Sie stellte die Arbeit der Mitarbeiter des Bauhofs in einer ausführlichen Präsentation vor. Quer durch das Mühldorfer Stadtgebiet mussten und müssen Bäume aus den verschiedensten Gründen beseitigt werden. 

Zahlreiche Beispiele für Arbeit

Der Spitzahorn am Stadtwall.

Beispielsweise an der Böschung am Stadtwall in der Töginger Straße war eine Spitzahorn abgestorben. "Den Stammfuß werden wir dort stehen lassen, weil er teilweise unter den dortigen Treppenstufen eingewachsen ist", berichtete Weichselgartner. 

Die Weißbuche beim Kindergarten.

Beim Kindergarten Harter Straße dagegen musste eine Pyramiden-Weißbuche wegen langer, tiefer Stammfäule und zunehmender Bruchgefahr beseitigt werden. 

Die Winterlinde am Gutenbergring.

Ebenfalls tätig werden musste der Bauhof am Gutenbergring,wo eine Winterlinde abgestorben war. 

Immer richtige Lösungen gesucht

Es würde sehr intensiv mit den zuständigen Stellen für den Naturschutz zusammengearbeitet, um stets die beste Lösung zu finden. "Neben den selbstverständlichen Ersatzpflanzungen versuchen wir auch beispielsweise, wo möglich, Bäume auf einen Torso zurückzuschneiden, damit sie Tieren, wie etwa dem Specht, weiter als Lebensraum dienen können."

Ebenfalls Thema im Mühldorfer Stadtrat waren diverse Bauprojekte, Änderungen der Planungen für das Baugebiet "An der Eichkapelle", eine neue Satzung für Werbeanlagen, die Parkgebühren am Bahnhof und die geplante Verschönerung des Aldi an der Nordumfahrung.

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