Mehrstöckige Gebäude geplant

Wohnbauprojekt in Altmühldorf soll in die Schranken gewiesen werden

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Ein erster Entwurf für das geplante Wohnungsbau-Projekt in Altmühldorf, mit dem sich der Stadtrat jüngst befasste.
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Mühldorf am Inn - Der Stadtrat stimmte in seiner jüngsten Sitzung für die Aufstellung eines Bebauungs- und Flächennutzungsplans für den Bereich des "Wintererhofs" in Altmühldorf. Damit soll ein Wohnbauprojekt an der Münchener Straße geregelt werden.

Ein Bauunternehmen aus Waldkraiburg will im Bereich des "Wintererhofs" in Altmühldorf mehrstöckige Wohnhäuser mit Tiefgaragen und Außenanlagen errichten. "Wenn, dann sollte dieses Projekt über eine Bauleitplanung und nicht den Paragraph 34 des Baugesetzbuchs geregelt werden", führte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner aus. Dieser regelt die "Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile". 

Der Standort des geplanten Wohnungsbau-Projekts in Altmühldorf.

"Im Bauausschuss war beschlossen worden, dass das Thema nicht in einem vereinfachten Verfahren behandelt werden soll", führte Weichselgartner weiter aus. Daher wären Änderungen des Bebauungs- und des Flächennutzungsplans nötig. Denn der Bereich müsste in ein "Allgemeines Wohngebiet" umklassifiziert werden.

Zustimmung für Anliegen im Stadtrat

Im Stadtrat gab es durchgehend Zustimmung aus allen Fraktionen zu dem Anliegen. "Ich bin ja grundsätzlich für mehr Wohnraum", führte der in Altmühldorf wohnhafte SPD-Stadtrat Gottfried Kirmeier aus."Aber es hat sich einfach immer wieder gezeigt, das Wohnhäuser die zu groß und hoch gebaut werden den Charakter der gesamten umliegenden Siedlung stark beeinflussen können!"

Ein erster Plan für das geplante Wohnungsbau-Projekt in Altmühldorf.

In Mühldorf am Inn gibt es eine anhaltenden und massive Nachfrage nach Wohnungen. Immobilien- und Bauunternehmen sind entsprechend dabei, Wohnbau-Projekte voranzubringen. Experten warnen allerdings vor einer massiven Überhitzung des Markts und der Bildung einer Blase. Der Stadtverwaltung sind dabei Projekte ein Dorn im Auge, die sich, nach ihrer Ansicht, auf Grund von zu massiven Dimensionen nicht in die Umgebung einfügen. Etwa weil andere Gebäude stark überragt werden. Das Mittel zur Eindämmung von "Bausünden" soll eine schrittweise Regulierung des Wohnungsbaus durch Bebauungspläne sein, die im Detail festlegen, welche Ausmaße Gebäude haben dürfen.

Erst im November war daher ein Bebauungsplan für den Bereich "An der Alten Kriegersiedlung" Thema im Stadtrat. Für das Anliegen an sich gab es auch grundsätzlich durchgehend Zustimmung im Stadtrat. Doch wurde kritisiert, dass in diesem Fall dann, auf Grund einer mit der Regelung einhergehenden "Veränderungssperre" auch ein bereits durch das Landratsamt genehmigte Mehrfamilienhaus betroffen gewesen wäre. Das Projekt wäre dann erst einmal auf Eis gelegt worden.

Am Ende stimmte der Rat zwar für den Bebauungsplan, aber gegen die Veränderungssperre.

hs

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