Antrag des FC Mühldorf

Entscheidung über Zuschuss für Hochwasser-Gutachten erst im März

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Mühldorf am Inn - Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, die Behandlung des Antrags des FC Mühldorf auf die Förderung einer Hochwasser-Untersuchung im Altmühldorfer Tal  an den Finanzausschuss zu überweisen. 

Der Antrag kam von CSU-Fraktionsvorsitzenden Oskar Stoiber, der dies damit begründete, das Gremium sei hierfür statt des Stadtrats zuständig, zumal es sich um keine eilende Entscheidung handle. Ihm folgte eine knappe Mehrheit von zehn zu neun Stimmen. Damit wird eine Entscheidung in dieser Sache nun erst am 5. März stattfinden. 

Langgehegter Wunsch

Eine zentrale Fußballanlage ist ein langgehegter Wunsch des FC Mühldorf am Inn, deren Notwendigkeit auch im Sportstättenkonzept der Kreisstadt verankert ist, wie der Verein betont. "Der FC Mühldorf am Inn hat 500 Mitglieder, die in 21 Mannschaften trainieren und spielen, darunter 300 Kinder", betont der Verein in seinem Antrag, "Gerade in der wachsenden Kreisstadt, mit einer stets steigenden Zahl von Kindern ist dieses Sportangebot von großer Wichtigkeit." 

Die Mitgliederversammlung des FC hatte sich im Mai des vergangenen Jahres eindeutig für den Standort Altmühldorf ausgesprochen. 91,3 Prozent stimmten nach ausführlicher Diskussion unter den Vereinsmitgliedern dafür. Es sei die kostengünstigere Variante, die einer Neuansiedelung auf der "grünen Wiese" vorzuziehen wäre. Bisher wurde der Standort sehr kontrovers diskutiert. Jedoch gäbe es bis heute noch keine belastbaren Aussagen beispielsweise zu den strittigen Themen Hochwasser und Lärmschutz beziehungsweise zu den entstehenden Kosten, so der Verein.

Teilweise kritische Haltung zu Zuschuss

Um eine klare Entscheidung über den Standort Altmühldorf treffen zu können, seien mehrere Untersuchungen vonnöten. Diese umfassen ein Bodengutachten, eine Höhenvermessung, ein Lärmgutachten, ein Verkehrsgutachten und eine Grobplanung mit Kostenschätzung durch ein Architekturbüro. Mit diesen Untersuchungen soll Klarheit darüber geschaffen werden, ob ein Standort Altmühldorf realisierbar ist. Das Bodengutachten und die Höhenvermessung erhält der Verein als Sponsorenleistung. Darüber hinaus sei aber mit Untersuchungs- und Grobplanungskosten in Höhe von etwa 20.000 Euro zu rechnen. Der FC würde sich mit 15 Prozent, also 3.000 Euro beteiligen und bittet die Stadt darum, den Rest 17.000 Euro zu übernehmen.

Gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger hatten sich die Fraktionsvorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien unterschiedlich dazu geäußert. Rainer Schratt (SPD) und Karin Zieglgänsberger (Freie Mühldorfer) sprachen sich für die Maßnahme aus. Zieglgänsberger aber nur unter der Auflage, dass der FC nur 6000 statt 15.000 Euro erbete. Oskar Stoiber stellte dagegen klar, die CSU sei klar dagegen. "Erst wenn der FC neue Tatsachen vorlegt, kann man neu entscheiden. Aber soll die Stadt die Herbeiholung neuer Tatsachen bezahlen?" Die Grünen lehnen eine Untersuchung mehrheitlich ab und auch die UWG sieht es kritisch. 

hs

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild/Monta ge)

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